Roter Tiefseeton

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Roter Tiefseeton (engl. Pelagic red clay) ist ein Sedimenttyp des Meeresbodens. Er bedeckt rund 38 Prozent des gesamten Benthos.

Roter Tiefseeton bildet sich am Grund oligotropher Meere aus, wenn deren Tiefe 4000 bis 5000 Meter überschreitet. Unterhalb der Calcit-Kompensationstiefe (Carbonat-Kompensationstiefe) ist seine Akkumulation möglich. Im Gegensatz zu den in geringeren Tiefen vorkommendem Kieselschlamm und Kalkschlamm ist er mineralischen und nicht biogenen Ursprungs.[1] Deshalb weist er auch den geringsten Gehalt an organischen Substanzen (< 0,2 Prozent) der Sedimentarten am Meeresboden auf.

Geologische Beschaffenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittlere Korngrösse von Rotem Tiefseeton liegt bei 1 μm; sein Siltgehalt (Anteil an Schluff) liegt bei 17 %.

Sein Tonmineralanteil besteht vor allem aus Mineralen Illit, Teilen der Smectitgruppe, Kaolinit und Chlorit. Der Siltanteil setzt sich aus Quarz, Feldspat, Glimmer, vulkanogenen Komponenten und authigenen Mineralen wie Zeolithe und Manganit zusammen.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roter Tiefseeton kommt in allen Meeren vor, jedoch ist er im Pazifischen Ozean am weitesten verbreitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Sommer: Biologische Meereskunde. Springer, Heidelberg 1998, S. 337.
  2. Roter Tiefseeton - GeoLexikon. In: www.geodz.com. Abgerufen am 8. Juni 2016.