Royalsegel

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Das Royalsegel (dt. Königssegel) ist ein an der Royalrah angeschlagenes (befestigtes) Rahsegel, das über dem Bramsegel gefahren wird. Hat ein Rahsegler geteilte Mars- und Bramrahen (2./3. und 4./5. Rah am Mast), stellen die Royalrahen die „sechste“ Etage in der Takelung dar, bei einfachen Mars- und Bramsegeln die vierte.

Über ihm wurde an manchen, vor allem US-amerikanischen Rahschiffen, noch das Himmelssegel (Skysegel) geführt. Beispielsweise die deutsche Fünfmastbark Maria Rickmers und ihre Reedereischwester, das Viermastvollschiff Peter Rickmers, hatten Skysegel. Als letzte Rah (in ganz seltenen Fällen bei Großseglern, zum Beispiel bei einigen Klippern) gab es noch das Mondsegel (engl. moon sail). Sky- und Mondsegel trugen zur Segelenergie nur wenig bei.

Hatte ein Rahsegler geteilte Mars-, aber einfache Bramsegel, war es manchmal schwierig festzustellen, ob das Schiff einfache Bramsegel und Royals oder geteilte Bramsegel ohne Royals (Jubiläumsrigg) führte. Bei den einfachen, sehr großen Marssegeln und geteilten Bramsegeln war das fünfte Segel immer das Royalsegel.