Rudolf Fritsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fritz Rudolf Fritsch (* 30. September 1939 in Johannisburg, Ostpreußen; † 12. Juni 2018 in Gräfelfing)[1] war ein deutscher Mathematiker und Mathematikdidaktiker.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Carolinum in Ansbach studierte Fritsch Mathematik und Physik in München und Saarbrücken. Er promovierte 1968 an der Universität Saarbrücken bei Dieter Puppe (Unterteilung semisimplizialer Mengen) und habilitierte sich 1973 an der Universität Konstanz. Von 1981 bis zur Emeritierung 2004 war er Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Mathematik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während seiner Studienzeit wurde er Mitglied der Münchener Burschenschaft Arminia-Rhenania sowie der Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken.

Fritsch befasste sich mit Topologie, Geometrie und Mathematikdidaktik. Er war auch an Mathematikgeschichte interessiert und verfasste mehrere Mathematikerbiographien für die Neue Deutsche Biographie.

Fritsch war Ehrendoktor der Universitäten Kaliningrad (und setzte sich als Leiter der Arbeitsgemeinschaft west- und ostpreussische Landeskunde an der Ludwig-Maximilians-Universität für Verbindungen ins ehemalige Königsberg ein, wo er auch Vorlesungen hielt) und Sofia. Er war Präsident der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er gehörte zu den Herausgebern der elektronischen Zeitschrift Forum Geometricorum und Gründungsmitglied des Fördervereins Mathematik in Wirtschaft, Universität und Schule an der Ludwig-Maximilians Universität.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Gerda Fritsch: Der Vierfarbensatz – Geschichte, topologische Grundlagen und Beweisidee. BI Wissenschaftsverlag 1994 (englisch: Springer 1998)
  • mit Renzo Piccinini: Cellular structures in topology. Cambridge University Press 1990.
  • mit Eberhard Neumann-Redlin von Meding: Franz Ernst Neumann (1798–1895): Zum 200. Geburtstag des Mathematikers, Physikers und Kristallographen. LMU München 2005. ISBN 978-3922480174.
  • mit Jewgeni Peregud, Sergei Matsejewski: Ausgewählte Kapitel der Graphentheorie (in Russisch), Verlag der Staatlichen Immanuel Kant Universität, Kaliningrad 2008.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige Rudolf Fritsch. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Juni 2018, abgerufen am 16. Juni 2018.