Run Run Vanguard

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Run Run Vanguard
Allgemeine Informationen
Herkunft Berlin, Deutschland
Genre(s) Post-Punk, Alternative Rock, Gothic Punk
Gründung 1988
Auflösung 1994
Letzte Besetzung
Alexander Veljanov
Doc P. Bohge
Timo Arndt
Werner Engel

Run Run Vanguard war eine Rock-Band, die 1988 in Berlin gegründet wurde. Die Band veröffentlichte ein Album und löste sich in der Folge ohne eine Tournee auf.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Run Run Vanguard war in den 1990er Jahren eines der Nebenprojekte Alexander Veljanovs, der gemeinsam mit Ernst Horn durch Deine Lakaien populär wurde, was bei der Veröffentlichung des Debüts für Medienpräsenz für Run Run Vanguard sorgte.[2][3] Peter Bohge und Veljanov waren bereits vor 1988 gemeinsam musikalisch aktiv. Im Dezember 1992 gesellte sich Timo Arndt dazu. Seitdem bestand die Band in der Besetzung Timo Arndt (Bass), Doc P. Bohge (Gitarre), Werner Engel (Schlagzeug) und Alexander Veljanov (Stimme).[4]

Run Run Vanguard verstand sich eher als Live-Band[4] und veröffentlichte 1993 ihr erstes und einziges Album Suck Success, nachdem sie schon jahrelang Liveauftritte absolviert hatte.[2] Es entstand zum Teil mit Hilfe des Produzenten Dave Young.[5]

1993 war Run Run Vanguard Headliner eines Festivals gegen Gewalt im KOMM in Nürnberg.[6]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die klassische Rockbandbesetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang entstand ein harter, erdiger Gitarrensound,[7] der sich deutlich von Deine Lakaien unterschied.[8] Veljanov beschrieb die Musik der Band als „sehr wuchtig ungeschliffen und wütend“ (Alexander Veljanov[1]). Dabei griff die als Gothic-Rock-Band beschriebene Band viele andere Stilrichtungen der Gitarrenmusik, beispielsweise Grunge,[7] Glam Rock und New Wave[9] auf, was der Band auch die Kategorisierung „Gothic-Grunge“ einbrachte.[4] Run Run Vanguard selbst distanzierten sich von diesen Einordnungsversuchen.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Album
  • Suck Success LP/CD (Gymnastic / ClassX) (1993)
Beschreibung

Veljanov beschrieb „Suck Success“ später als „eine sehr trashige Platte“ (Alexander Veljanov[1]), was auf geringe Mittel für die Produktion zurückzuführen sei. Der Garagencharakter sei aber bewusst gewollt gewesen und durch das „Aneinanderreiben der Musiker“ bei Improvisationen entstanden.[1]

Balladeske Songs wie „Time“ oder das makedonische „Taga Sa Jug“, das mehrfach als Höhepunkt des Albums beschrieben wurde,[2][3] wechselten sich mit aggressiven Stücken wie „Keyvent“ ab. Bei Stücken wie „Debauchees“ und „Harbour of Silence“ kam eine Geige zum Einsatz. Umrahmt wurde das ganze von Veljanovs dunkler Stimme. Die von ihm verfassten Texte befassen sich mit Themen wie Aids und Inzest sowie Liebe und Erlösung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volkmar Kuhnle: Gothic-Lexikon: The Cure, Bauhaus, Depeche Mode & Co.: das Lexikon zur Dark Wave und Black Romantic, Berlin 1999, S. 249.
  • Peter Matzke, Tobias Seeliger: Das Gothic- und Dark Wave-Lexikon. Die schwarze Szene von A–Z, Berlin 2003, S. 473; 565.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Interview auf grenzwellen.com
  2. a b c Rezension aus Zillo (Memento des Originals vom 31. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.colour-ize.com auf de.colour-ize.com
  3. a b Rezension aus Indigo Notes (Memento des Originals vom 31. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.colour-ize.com auf de.colour-ize.com
  4. a b c d Interview in New Life (Memento des Originals vom 31. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.colour-ize.com auf de.colour-ize.com
  5. Run Run Vanguard (Memento des Originals vom 31. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.colour-ize.com - Artikel in Zillo auf de.colour-ize.com
  6. Biografie auf drunkness.com
  7. a b Rezension aus Subline (Memento des Originals vom 31. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.colour-ize.com auf de.colour-ize.com
  8. Alexander Veljanov (Memento des Originals vom 27. Januar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.colour-ize.com auf de.colour-ize.com
  9. Konzeptpositionen sind der Tod, Philosophie, Religion - Artikel in Zillo auf de.colour-ize.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]