Søren Sørensen

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Søren Peter Lauritz Sørensen, auch Severinus, (in Dänemark als S.P.L. Sørensen bekannt; * 9. Januar 1868 in Havrebjerg, Dänemark; † 13. Februar 1939 in Kopenhagen) war ein dänischer Biochemiker.

S.P.L. Sørensen (undatierte Aufnahme)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Søren Sørensen war der Sohn eines Kleinbauern und studierte ab 1886 Medizin und bald darauf Chemie an der Universität Kopenhagen und legte 1891 sein Magisterexamen ab. Danach war er 1892 bis 1901 Assistent von Sophus Mads Jørgensen und zusätzlich 1896 bis 1902 Berater der königlich dänischen Kriegsschiftwerft. 1899 wurde er promoviert. Er war von 1901 bis 1938 als Nachfolger von Johan Kjeldahl Leiter der chemischen Abteilung des Carlsberg-Laboratoriums, das von der gleichnamigen Brauerei unterstützt wurde. Zu dieser Zeit untersuchte er den Einfluss der Ionenkonzentration auf die Analyse der Proteine, wodurch er schließlich zu einem Experten in der Thermodynamik der Proteinchemie wurde. In diesen Arbeiten wurde er von seiner Frau unterstützt, Margrethe Høyrup Sørensen. 1907 wurde er Professor am Carlsberg-Labor. 1938 ging er in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde sein Schüler Kaj Ulrik Linderstrøm-Lang.

Eine bedeutende Leistung Sörensens war 1909 seine Festlegung der pH-Wert-Skala. Sein Name ist ferner verbunden mit dem nach ihm benannten Sørensen-Puffer (Citrat-, Phosphat- und Boratlösungen), der Formoltitration sowie der als „Natriumoxalat nach Sørensen“ bekannten Urtitersubstanz (1896).

In den Jahren vor der Jahrhundertwende befasste er sich mit Reindarstellung von Salzen, insbesondere von Chrom- und Nickelsalzen. Am Carlsberg-Labor befasste er sich mit Proteinen und Enzymen. Zum Beispiel synthetisierte er Aminosäuren und klärte den Aufbau von Arginin.

1928 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1937 wurde er Mitglied der Leopoldina.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Proteins, 1924

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • chemheritage.org Eintrag von Søren Sørensen bei der Chemical Heritage Foundation

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Søren Sørensen bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 2. Februar 2016.