SMTP-Auth

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SMTP-Auth (SMTP-Authentifizierung, auch als ASMTP bezeichnet) ist eine Erweiterung des ESMTP-Protokolls, die einem Mailserver eine Authentifizierung des Clients anhand seines Nutzernamens und Kennworts ermöglicht.

Über einen SMTP-Auth-fähigen Server können normalerweise nur noch authentifizierte Absender Mails weiterleiten, was dazu beiträgt, den Missbrauch des Mailservers für Spam zu verhindern. Weiterleiten bezeichnet dabei das Versenden einer E-Mail an Empfänger außerhalb der Zuständigkeit des verwendeten Mailservers (siehe SMTP-Relay-Server). Gleichzeitig kann in den Log-Dateien nachvollzogen werden, wer einen SMTP-Server zum Mailrelay genutzt hat.

Ursprünglich definierte RFC 2554 die SMTP Service Extension for Authentication als ein Profil vom Simple Authentication and Security Layer (SASL). Daraus ergaben sich verschiedene Authentifizierungsmechanismen.

Laut RFC 4954 vom Juli 2007 enthält die Extension nur noch ein Profil vom SASL und gibt dessen Mechanismus PLAIN in Verbindung mit Transport Layer Security (TLS) zu ermöglichen vor. Die alternativen Mechanismen im SASL sind nur noch zusätzlich erlaubt, und der Server muss nun auf einer Verschlüsselung bestehen.

Der Server bietet deshalb möglicherweise verschiedene Authentifizierungsmechanismen an, wovon sich der Client einen aussucht. Der Server stellt dem Client daraufhin je nach Mechanismus einen Challenge oder weist ihn zum Fortfahren an.

Authentifizierungs-Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Je nach SMTP-Server und dessen Konfiguration werden verschiedene Verfahren durch den Server angeboten.

PLAIN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PLAIN-Authentifizierung ist im RFC 4616 standardisiert. Hierbei wird Benutzername (zur Autorisierung), Benutzername (zur Authentifizierung) und Passwort unverschlüsselt übertragen. Die drei Zeichenketten werden in einer Zeichenkette zusammengefasst und Base64-kodiert.

LOGIN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der LOGIN-Authentifizierung wird wie bei der PLAIN-Authentifizierung der Benutzername und das Passwort unverschlüsselt Base64-kodiert übertragen. Im Unterschied zur PLAIN-Authentifizierung werden die beiden Zeichenketten in zwei Schritten übertragen.

CRAM-MD5[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CRAM-MD5-Authentifizierung ist im RFC 2195 standardisiert.

SCRAM-SHA-1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SCRAM-SHA-1-Authentifizierung ist im RFC 5802 standardisiert.

NTLM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Authentifizierung erfolgt über NTLM.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende ESMTP-Session demonstriert die Authentifizierung mittels des LOGIN-Verfahrens. Somit erfolgt eine Base64-Kodierung des Benutzernamens "hans". Beachte: Base64-Kodierung stellt keine Verschlüsselung dar.

> 220 mail.example.org ESMTP
< EHLO example.net
> 250-example.org Hello example.net
> 250 AUTH CRAM-MD5 LOGIN PLAIN
< AUTH LOGIN
> 334 VXNlcm5hbWU6
< aGFucw==
> 334 UGFzc3dvcmQ6
< c2Nobml0emVsbWl0a2FydG9mZmVsc2FsYXQ=
> 235 ok
< MAIL FROM:<hans@example.net>
> 250 ok
< RCPT TO:<fritz@example.org>
> 250 ok
< DATA
> 354 Go ahead.
< From:<hans@example.net>
< To:<fritz@example.org>
< Subject: Hallo
<
< Hallo Fritz.
< .
> 250 Mail delivered.
< QUIT
Klartext (base64 decoded)




334 Username:
hans
334 Password:
schnitzelmitkartoffelsalat

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • RFC 1321 – The MD5 Message Digest Algorithm
  • RFC 2104 – HMAC: Keyed-Hashing for Message Authentication
  • RFC 2595 – Using TLS with IMAP, POP3 and ACAP