SM U 10

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Dieser Artikel behandelt das U-Boot SM U 10 der deutschen Kaiserlichen Marine. Für das U-Boot der österreichisch-ungarischen k.u.k. Kriegsmarine siehe U 10 (Schiff, 1915).
SM U 10
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Technische Daten
U-Boot Typ: Zweihüllen-Hochsee-Boot
Serie: U 9U 12
Bauwerft: Kaiserliche Werft, Danzig
Verdrängung: 493 Tonnen (über Wasser)
611 Tonnen (unter Wasser)
Länge: 57,38 m
Breite: 6,00 m
Tiefgang: 3,13 m
Druckkörper ø: 3,75 m
max. Tauchtiefe: 50 m
Tauchzeit: 50–90 s
Antrieb: Petroleummotoren 1000 PS
E-Maschinen 1160 PS
Geschwindigkeit: 14,2 Knoten (über Wasser)
8,1 Knoten (unter Wasser)
Bewaffnung: 2 Bug- und 2 Heckrohre, 6 Torpedos
1 Revolver-Kanone (bis Ende 1914)
1 x 8,8-cm-Kanone (ab 1915)
Besatzung: 4 Offiziere
25 Mannschaften
Erfolge: 7 versenkte Handelsschiffe
Verbleib: Lief am 27. Mai 1916 von Libau in die Gewässer nördlich von Gotland und gilt seither als verschollen.

SM U 10 war ein petroleum-elektrisches U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Einsätze[Bearbeiten]

U 10 lief am 24. Januar 1911 bei der Kaiserlichen Werft in Danzig vom Stapel und wurde am 31. August 1911 in Dienst gestellt. Der erste und letzte Kommandant des U-Bootes war Kapitänleutnant Fritz Stuhr.

In sechs Kriegseinsätzen erzielte der Kommandant und seine Besatzung sieben Versenkungen gegen Handelsschiffe der Entente und neutraler Staaten mit einer Gesamttonnage von 1.625 BRT.[1]

Verbleib[Bearbeiten]

Am 27. Mai 1916 lief U 10 von Libau in Richtung der Gewässer nördlich von Gotland aus. Danach verliert sich seine Spur.[2] Genaue Angaben zu Zeit, Ort und Ursache des Verlustes sind nicht bekannt. Es wird vermutet, dass im Juni 1916 alle 29 Besatzungsmitglieder im Finnischen Meerbusen ums Leben kamen. Als mögliche Ursachen werden die Kollision mit einer Mine sowie eine Havarie infolge menschlicher Fehler oder technischer Mängel genannt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 67.
  2. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 88.
  3. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, S. 19.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-86070-036-7.
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Weblinks[Bearbeiten]

uboat.net WWI U-boats U 10