SPH Bandcontest

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Die Gribaldies im Deutschland-Finale 2012

Der SPH Bandcontest ist ein im Jahr 2008 gegründeter Bandwettbewerb, der in ganz Deutschland, Österreich und in der Schweiz stattfindet.[1][2][3] Mit ca. 2000 Band-Bewerbungen, 1000 auftretenden Bands und 350 Konzerten pro Saison (Stand: 03/2016)[4] gilt er als der größte Bandwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Alle teilnehmenden Bands werden unmittelbar an den Umsatzerlösen beteiligt und erhalten dadurch Gagen von bis zu 200€ pro Show, 2 Musikmesse-Freikarten (Wert 80€, pro Band), ein Förderpaket im Wert von bis zu 500€ sowie die Chance auf jährlich verliehene Best Artist Awards für die besten Musiker und Preise im Gesamtwert von 100.000€. Außerdem erhalten alle Bands Jury-Feedbacks, sammeln Live-Erfahrung und erhalten allerhand nützliche Handbücher & Tipps von den Organisatoren. Der SPH Bandcontest findet jährlich in mehreren Auswahlrunden in ca. 50 deutschen Städten[4] statt seit der Saison 2015 erstmals auch in 10 Städten Österreichs.[5] Der Wettbewerb wird aktiv durch die nationale Musikindustrie und entsprechende Verbände gefördert. So gehören um Beispiel renommierte Firmen und Institutionen wie die Musikmesse Frankfurt, Shure, Palmer, Bax Shop, Tunecore, Vision Ears und Engl[6] zu den Unterstützern des SPH Bandcontests.

Der SPH Bandcontest ist eine nicht bezuschusste Organisation von Studenten und Musikern, die keine staatlichen Zuschüsse erhält.[1][7] Fördergelder von Privatpersonen und Musikinitiativen werden direkt in fördernswerte Bands investiert. Der SPH Bandcontest investiert außerdem in die Erweiterung der Preise und des Wettbewerbsgebietes, Bandprojekte, Livekonzerte, erhaltenswerte Clubs und Initiativen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Konzert des SPH Bandcontests fand im Januar 2009 in Montabaur statt. Der Wettbewerb wurde als Projekt von Musikern für Musiker zur Förderung von Bands und Auftrittsmöglichkeiten, Live-Erfahrungen und Netzwerkmöglichkeiten gestartet. Seinen Ursprung fand der Nachwuchswettbewerb in der Unzufriedenheit einiger junger Musiker rund um die Gründer Robin Müller und Bernd Kopin mit den Möglichkeiten und Umgangsformen bei anderen Bandwettbewerben. [1][2] Störend fanden sie dabei neben der starken Kommerzialisierung und dem als gering empfundenem tatsächlichem Interesse an den Bands vor allem das fehlende „Wir-Gefühl“ unter den Bands und die strikte Trennung in Veranstalter, beziehungsweise Organisatoren und Bands. Beim SPH Bandcontest spielen daher Werte wie Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und die Verfolgung eines gemeinsamen Zieles von Veranstaltern und Bands, nämlich nachhaltige Nachwuchsarbeit sowie Auftritts- und Konzerterfahrungen, die Hauptrolle.[1][2][3]

Bis heute wird der SPH Bandcontest ausschließlich von Studenten und Musikern verschiedenster Fachrichtungen organisiert. Inzwischen sind jährlich mehr als 200 Studenten in die Organisation des SPH Bandcontests involviert.[7]

Das Deutschland-Finale findet in der ca. 1000 Personen fassenden Stadthalle von Montabaur im Westerwald statt.[8] Dies soll laut Gründer Robin Müller einmal die Verbundenheit zu den Wurzeln und Idealen des Wettbewerbs zum Ausdruck bringen, zum anderen besteht Veranstalterangaben zufolge seit Beginn des Wettbewerbs eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Montabaur rund um die Stadtbürgermeister Klaus Mies und Gabriele Wielandt, die den SPH Bandcontest aktiv fördern.

Der SPH Bandcontest war zunächst (bis 2012) ein Bandwettbewerb, der ausschließlich im Westen des Landes stattfand. Im Jahr 2013 erweiterte der Nachwuchswettbewerb sein Angebot auf das gesamte Bundesgebiet, hinzu kamen unter anderem die Städte Berlin, Hamburg, Leipzig, Bremen und München.[3][9] In diesem Jahr nahmen rund 250 Künstler am Wettbewerb teil, welcher bundesweit in 38 Städten ausgetragen wurde.[10]

Für die Saison 2015, die bereits im Oktober 2014 begann, wagten die Organisatoren erstmals den Schritt ins Ausland. Neben weiteren Städten in Deutschland (aktuell ca. 50) erweiterten somit auch erste Städte in Österreich und in der Schweiz das Wettbewerbsgebiet.[11][5]

Ebenfalls zur Saison 2015 machten die Organisatoren mit einem weiteren Schritt deutlich, dass man den SPH Bandcontest als Gemeinschaftsprojekt sieht: Die Bands sind seitdem bereits in den Vorrunden direkt (und in bar) an den Ticketing-Einnahmen beteiligt. Diese „Gage“ kann bis zu 200 Euro betragen und soll den Bands neben den anderen Förderprogrammen weitere direkte finanzielle Mittel bereitstellen. Die Organisatoren geben die Verwendung der Mittel durch die Bands nicht vor, empfehlen aber eine Investition in Studioaufenthalte, Merchandise, Weiterbildung im Musikbusiness, Band-Promotion oder Equipment.[12]

Der Begriff SPH stand ursprünglich einmal für „Ska / Punk / Hardcore“. Inzwischen ist das Kürzel laut Aussage des Gründers in Interviews aber nur noch ein Markenname, den man damals nicht mehr hatte tauschen wollen. Der Wettbewerb steht längst allen Musikern verschiedenster Genres, Altersstufen und Musikstile offen.[2][13]

Der SPH Bandcontest wird von der in Montabaur ansässigen SPH Music Group ausgerichtet.[14]

Modus und Abstimmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnehmer des SPH Bandcontests spielen sich über verschiedene Auswahlrunden bis ins Deutschland-Finale durch, das jährlich in Montabaur stattfindet. Beim SPH Bandcontest gibt es von der ersten Runde an eine Fachjury.

Die Stimmen des Publikums (Erst- und Zweitstimme, die an unterschiedliche Bands vergeben werden müssen) und die Wertung der Fachjury werden jeweils zu 50 % gewichtet. Das System wurde mit Labels, A&R´s, Produzenten, Studiobetreibern, Bookern, Veranstaltern und weiteren Industriepartnern entwickelt, die den SPH Bandcontest auch als Jurymitglieder und Besucher unterstützen.[11][15]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede teilnehmende Band erhält zu Beginn (unabhängig von ihrem Abschneiden) ein „Förderpaket“[16], in dem verschiedene Förderleistungen im Wert von bis zu 500 Euro (Stand: 03/2016) gebündelt werden. Das Paket beinhaltet u.a. Vergünstigungen bei Studios, Mastering, Workshops, Musik- und Lyric-Videos, CD-Pressungen, In-Ear-Kopfhörern, Design, Merchandise, Werbemitteln sowie kostenfreie Druckdaten-Checks, Designarbeiten und Beratungsangebote. Darüber hinaus gibt es für die erfolgreichsten Bands des Wettbewerbs Coachings und Auftrittsmöglichkeiten (z. B. auf Festivals oder als Tour-Support), professionelle CD-Produktionen, Musikvideos, Grafikdesigns, Lyric-Videos, Sachpreise der Partner (Verstärker, Instrumente, Boxen, In-Ears, Mikrofone, 3D In-Ear Monitoring Systeme, sonstiges Audioequipment), Vertriebs-Netzwerke, Foto-Shootings und Media-Leistungen zu gewinnen. Zudem werden die besten Musiker des Wettbewerbs in den Kategorien Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug jährlich mit den Best Artist Awards ausgezeichnet und erhalten entsprechende Sachpreise wie Instrumente, Verstärker oder Custom-In-Ears (bester Sänger).[11][17]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer beklagten teilweise den Teilnahmebeitrag in Höhe von 50 Euro, der erhoben wird, um das finanzielle Risiko der Veranstalter zu verringern.[18] Die Organisatoren des Contests kompensieren diese Kostenbelastung der Bands unter anderem durch das „Förderpaket“ im Wert von bis zu 500 Euro (Stand: 03/2016). Außerdem erhalten alle Bands unabhängig von ihrem Abschneiden zwei Musikmesse-Freikarten im Wert von 80 Euro und die Chance auf Bandgagen im Wert von bis zu 200 Euro pro Show, Best Artist Awards und Preise im Gesamtwert von 100.000 Euro.[16][13]

Siegerbands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015[19]
  • 1. Platz: Indianageflüster
  • 2. Platz: Penguin Suicide
  • 3. Platz: GranDuca
2014[20]
  • 1. Platz: NeverKnow
  • 2. Platz: Subito
  • 3. Platz: State of Mind
2013[21]
  • 1. Platz: The Cash Crops
  • 2. Platz: Kyles Tolone
  • 3. Platz: Dread Burden
2012
  • 1. Platz: Unique Control
  • 2. Platz: Nexus Loose
  • 3. Platz: Die Gribaldies
2011
  • 1. Platz: Famous for a Cutie
  • 2. Platz: Five Days and Farewell
  • 3. Platz: Naked in a Penthouse
2010
  • 1. Platz: Awaiting Crunch
  • 2. Platz: 3 Tage Tape
  • 3. Platz: As Seconds Become Centuries
2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SPH Bandcontest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Informationen zum Bandcontest http://www.sph-bandcontest.de/info
  2. a b c d Interview mit Session Music http://www.session.de/music/blog/post/sph-bandcontest-im-interview-von-musikern-fuer-musiker/
  3. a b c Artikel in Newcomerszene http://www.newcomerszene.de/musiknews/item/547-sph-bandcontest-nun-in-ganz-deutschland/547-sph-bandcontest-nun-in-ganz-deutschland.html
  4. a b Shows des SPH Bandcontest http://www.sph-bandcontest.de/shows
  5. a b Die Schweiz folgte ein Jahr später. Pressemitteilung zur Erweiterung nach Österreich http://www.sph-bandcontest.de/content/pdf/SPH_Bandcontest_-_Pressemeldung_Oesterreich.pdf
  6. http://www.englamps.de/
  7. a b Team des SPH Bandcontest http://www.sph-bandcontest.de/team
  8. Artikel in Rhein Zeitung http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/westerwald_artikel,-Bandcontest-lockt-wieder-1000-Musikfans-an-_arid,1075248.html
  9. Pressetext: Deutschlandweite Gebietserweiterung http://www.sph-bandcontest.de/content/pdf/SPH_Bandcontest_-_Pressemeldung_Gebietserweiterung.pdf
  10. Münsterlandzeitung: SPH-Bandcontest: Ahauser Band erreicht die Finalrunde
  11. a b c Interview mit Fuzzbuzz http://fuzzbuzz.de/wordpress/sph-bandcontest/
  12. Specials des SPH Bandcontest http://sandbox.sph-bandcontest.com/specials
  13. a b FAQ www.sph-bandcontest.de/faq
  14. Impressum des SPH Bandcontest http://www.sph-bandcontest.de/impressum
  15. Bewertungssystem www.sph-bandcontest.de/shows/bewertungssystem
  16. a b Förderpaket des SPH Bandcontests www.sph-bandcontest.de/foerderpaket
  17. Preise www.sph-bandcontest.de/preise
  18. Informationen zum Teilnahmebeitrag http://www.sph-bandcontest.de/anmelden/start
  19. SPH-Bandcontest: Indianageflüster siegt beim SPH Bandcontest. In: SPH-Bandcontest 16. Januar 2016. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  20. Tom Neumann: Vor fast Tausend Fans: Never know heimst Sieg bei Bandcontest ein. In: Rhein-Zeitung 11. Januar 2015. Abgerufen am 13. April 2015.
  21. Tom Neumann: Bandcontest lockt wieder 1000 Musikfans an. In: Rhein-Zeitung 1. Dezember 2013. Abgerufen am 26. Juni 2014.