SPICE (Protokoll)

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SPICE (Simple Protocol for Independent Computing Environments) ist ein System zum Anzeigen von virtuellen Umgebungen, das es erlaubt, virtuelle Desktopumgebungen überall über das Internet anzuzeigen, auch auf verschiedenen Architekturen.

Das Protokoll erlaubt den Fernzugriff auf Bildschirminhalt, Nutzereingaben, Audiodaten (z.B. Mikrofon) und USB-Geräte. Ein auf Client-Seite angelegter Cache und Kompressionsverfahren sollen die Übertragung auch bei schlechter Netzwerkverbindung ermöglichen. Die Kommunikation erfolgt nicht direkt, sondern über Virtualisierungen, die dem Zielrechner als Hardwarekomponente erscheinen und über entsprechende Treiber bedient werden.[1]

Ursprünglich wurde SPICE von der israelischen Firma Qumranet entwickelt, deren Kernel-based Virtual Machine (KVM) Teil des Linux-Kernels ist. 2008 wurde das Unternehmen von Red Hat übernommen.[1]

Im Dezember 2009 beschloss Red Hat, das Protokoll als Open Source freizugeben.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Udo Seidel: SPICE – Fernzugriff auf den Desktop. iX – Magazin für professionelle Informationstechnik, Dezember 2012, abgerufen am 10. Oktober 2015.
  2. Red Hat – Pressemitteilung vom 9. Dezember 2009 (Memento vom 14. Dezember 2009 im Internet Archive), Red Hat open-sources SPICE