SS-Schütze

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SS-Grenadier in Tarnkleidung (SS-Division Hitlerjugend).
Panzergrenadiere der SS-Panzer-Division Hitlerjugend angetreten zur Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz.

SS-Schütze (kurz: Schtz oder S; Ansprache: Schütze) war im Deutschen Reich der niedrigste Rang der Dienstgradgruppe der Mannschaften bei der Waffen-SS (1940 bis 1945) für Infanteristen. Je nach Waffengattung gab es – analog zum Heer – eigenständige (gleichrangige) Bezeichnungen wie SS-Grenadier, SS-Funker, SS-Kanonier, SS-Panzergrenadier, SS-Pionier usw.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Verordnung des Chefs der Heeresleitung in der Reichswehr vom 6. Dezember 1920 wurde die Bezeichnung Schütze als unterster Mannschaftsdienstgrad in den Landstreitkräften zunächst bei der Infanterie und später in den entstehenden Panzertruppen, dort Panzerschütze, eingeführt.

SS-Verfügungstruppe / Waffen-SS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der SS-Verfügungstruppe[1] wurde zunächst wie in der Allgemeinen SS und den SS-Totenkopfverbänden die Bezeichnung SS-Bewerber oder Staffelbewerber verwendet. Mit Überleitung der SS-Verfügungstruppe in die Waffen-SS ab dem Jahre 1940 wurde hier der militärische Rang SS-Schütze verwendet.

Waffen-SS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Abbildungen werden die Rangabzeichen oder Dienstgradabzeichen gezeigt, die als Schulterstücke, Kragenspiegel und Ärmelabzeichen getragen wurden.[2] Die Kragenspiegel wurden an der feldgrauen Uniformjacke der Waffen-SS oder der grauen Feldbluse getragen.

Rangfolge und Insignien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Rang war dem der damaligen Soldaten OR-1 z. B. Schütze im Heer oder z. B. Flieger der Luftwaffe, aber auch dem Matrosen der damaligen Kriegsmarine gleichgestellt.

Ein SS-Schütze konnte nach einer Mindeststehzeit von sechs bis zwölf Monaten zum SS-Oberschützen befördert werden. Die Paspelierung der Schulterstücke war in der für Mannschaften der Waffen-SS festgelegen Waffenfarbe gehalten.

Gemäß den heutigen NATO-Rangcodes wären diese Ränge mit OR-1[3] junior vergleichbar.

Dienstgrad
niedriger:
keiner


SS-Schütze
(Schtz, S)
höher:
SS-Oberschütze
Rangabzeichen, hier SS-Schütze der Waffen-SS

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Umbenennung der Verfügungstruppe ab März 1940 in Waffen-SS ... nach Gordon Williamson: Die SS – Hitlers Instrument der Macht. 1994; S. 54.
  2. 'Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte.' 1. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1985, S. 145 Dienstgradabzeichen 29/30.
  3. OR steht für Other ranks, vgl. NATO glossary abbreviations used in NATO documents and publications / Glossaire OTAN des abréviations utilisées dans les documents et publications OTAN (Memento vom 8. Mai 2010 im Internet Archive)