Sapischanka

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Sapischanka
Сапіжанка
Wappen fehlt
Sapischanka (Ukraine)
Sapischanka
Sapischanka
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Kamjanka-Buska
Höhe: 231 m
Fläche: 0,077 km²
Einwohner: 690 (2001)
Bevölkerungsdichte: 8.961 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80405
Vorwahl: +380 3254
Geographische Lage: 50° 5′ N, 24° 20′ OKoordinaten: 50° 5′ 8″ N, 24° 19′ 57″ O
KOATUU: 4622182605
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Adresse: 80430 с. Дернів
Statistische Informationen
Sapischanka (Oblast Lwiw)
Sapischanka
Sapischanka
i1

Sapischanka (ukrainisch Сапіжанка; russisch Сапежанка/Sapeschanka, polnisch Sapieżanka) ist ein Dorf in der westukrainischen Oblast Lwiw mit etwa 690 Einwohnern.

Es gehört mit drei anderen Dörfern zur Landratsgemeinde Derniw Дернів.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahre 1804 von hr. (Graf) Józef Mier auf dem Grund von Derniw gegründet und wurde nach der Ehefrau von Graf Mier, Anna Sapieżyna, benannt.[1] 25 deutsche, evangelische Familien wurden dort angesiedelt. Sie gründeten eine Filialgemeinde der Pfarrgemeinde Jozefów in der Evangelischen Superintendentur A. B. Galizien. Im Jahre 1875 hatte der Ort eine einklassige evangelische Privatvolksschule, und die evangelische Kirche war damals im Bau.[2]

Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Sapieżanka 63 Häuser mit 435 Einwohnern, davon 389 deutschsprachige, 29 ruthenischsprachige, 3 polnischsprachige, 13 römisch-katholische, 21 griechisch-katholische, 23 Juden, 378 anderen Glaubens.[3]

Nach dem Ende des Polnisch-Ukrainischen Kriegs 1919 kam die Gemeinde zu Polen. Im Jahre 1921 hatte sie 62 Häuser mit 345 Einwohnern, davon 284 Deutschen, 55 Polen, 5 Ruthenen, 1 anderer Nationalität, 292 evangelische, 23 römisch-katholische, 8 griechisch-katholische, 22 Juden (Religion).[4]

Im Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort zuerst zur Sowjetunion und ab 1941 zum Generalgouvernement, ab 1945 wieder zur Sowjetunion, heute zur Ukraine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anna Czapla: Nazwy miejscowości historycznej ziemi lwowskiej [Die Namen der Ortschaften des historischen Lemberger Landes]. Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II, Lublin 2011, ISBN 978-83-7306-542-0, S. 173 (polnisch).
  2. Schematismus der evangelischen Kirche Augsb. und Helvet. Bekenntnisses in den im österr. Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern. Wien 1875, S. 211—213 (Online).
  3. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  4. Główny Urząd Statystyczny: Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Województwo tarnopolskie. Warszawa 1928 (online [PDF] polnisch).