Scheuer-Preis

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Der Scheuer-Preis für Marine Biotechnologe und Materialforschung wird von der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt seit 2004 für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der molekularen und traditionellen Wirkstoffforschung und Materialforschung ausgelobt.[1]

Benannt ist der Preis nach dem Wissenschaftler Paul J. Scheuer (1915 Heilbronn - 2002 Hawaii), der 1938 aus Deutschland in die USA emigrieren musste. Scheuer wurde an der Harvard University in Organischer Chemie (PhD) promoviert und 1950 Professor am Department of Chemistry der University of Hawaii at Manoa, Honolulu. Unter seinen mehr als 300 Publikationen ragt das Buch „Chemistry of Marine Natural Compounds“ (1973) hervor mit dem Paul J. Scheuer zum Begründer der modernen marinen molekularen und chemischen Biotechnologie wurde.   

Der Paul J. Scheuer-Preis wird alle vier Jahre von der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt verliehen. Der Stifter des Preises ist die Verwertungsgesellschaft des nationalen Exzellenz-Zentrums BIOTECmarin, die NanotecMARIN GmbH. Das Exzellenz-Zentrums BIOTECmarin wurde am 1. September 2001 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Berlin) gegründet. Ziel dieses Wissenschaftsverbundes ist die Sicherung des hohen Standes der Forschung auf dem Felde der molekularen und traditionellen Biotechnologie und marinen Wirkstoff-Forschung in Deutschland. Im Zentrum steht die nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen zur Bereitstellung bioaktiver Substanzen (Sekundärmetabolite), die speziell aus „niederen“ marinen Tieren durch die Bündelung der Aktivitäten führender Zoologen, Chemiker, Mikrobiologen, Molekularbiologen, Ingenieure und Bioverfahrenstechniker gewonnen werden. Das Zentrum fokussiert seine Arbeiten auf die Schwämme (Porifera) und Schwamm-assoziierten Mikroorganismen. Die Vision des Zentrums ist es, die Wirkstoffe und speziell die Biomaterialien aus Schwämmen rekombinant zu gewinnen.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Ernesto Fattorusso, Prof. für Naturstoffchemie, Universität Neapel
  • 2007:
    • Gerhard Bringmann, Prof. für Organische Chemie, Universität Würzburg[2]
    • Werner E. G. Müller, Prof. für Angewandte Molekularbiologie, Universität Mainz[3]
    • Johannes F. Imhoff, Prof. für Marine Mikrobiologe, Universität Kiel[4]
  • 2010: Yuewei Guo, Prof. für Biomolekulare Chemie, Universität Shanghai[5]
  • 2013: Robert Matijašić, Prof. für Archäologie, Wirtschaftshistoriker, Ethnologe, Universität Pula[6]
  • 2016: Quing Ling Feng, Professorin an der Universität Peking[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahrbuch der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt 2004, 2007, 2010, 2013, 2016
  • Jürgen D. K. Kiefer, Kleine Chronik der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt 1754–2004, Erfurt 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preise der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt :: Ehrungen. Abgerufen am 24. März 2018 (englisch).
  2. Paul-J.-Scheuer-Preis für Prof. Bringmann. (uni-wuerzburg.de [abgerufen am 24. März 2018]).
  3. Harald Frater: scinexx | Schwamm-Substanz gegen Leukämie: Naturstoff aus dem Meer wirkt als Krebsmedizin. Abgerufen am 24. März 2018.
  4. Uni Kiel  |  Personalmeldungen Juni 2007. Abgerufen am 24. März 2018.
  5. Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt :: Ehrungen. Abgerufen am 24. März 2018 (englisch).
  6. Erfurter Akademie ehrt Wissenschaftler Matija ic aus Kroatien. (thueringer-allgemeine.de [abgerufen am 24. März 2018]).
  7. Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt :: Ehrungen. Abgerufen am 24. März 2018 (englisch).