Schlifffett

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zwei verschiedene Schlifffette: links fluorether-basiertes, rechts ein silicon-basiertes
Exsikkatorfett

Schlifffett (Hahnfett) wird zur Abdichtung und zum Gleitfähighalten von Schliffen bei Laborgeräten aus Glas verwendet. Es gibt unterschiedlichste Schlifffette mit verschiedenen Eigenschaften. Neben den häufig verwendeten Silikonölen gibt es auch wasserlösliche Schlifffette – sowohl solche, die mit steigender Temperatur viskoser anstatt dünnflüssiger werden als auch Schlifffette, die bei Tieftemperaturen immer noch eine gute Schmierfähigkeit behalten, anstatt hart zu werden oder auch Teflonpasten für die Abdichtung von Schliffen bei Kontakt mit sehr aggressiven Stoffen. Die Fette werden vor allem in ihrer Viskosität unterschieden. Grundsätzlich sind Schliffe vor dem Zusammenbau einer Glasapparatur einzufetten. Schlifffett ist insbesondere bei der Arbeit unter tiefen Temperaturen oder bei Hochvakuum (Hochvakuumfett) wichtig. Des Weiteren findet es Einsatz bei Glas-Schliff-Hähnen.

Häufig werden Schlifffette durch Dichtringe, Schliffhülsen und (Schliffmanschetten aus dem beständigen Kunststoff PTFE (oft als Teflon bezeichnet) ersetzt. Diese lösen sich nicht in Flüssigkeiten[1] und erleichtern das Entfernen der miteinander verbundenen Geräte.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno P. Kremer, Horst Bannwarth: Einführung in die Laborpraxis. Basiskompetenzen für Laborneulinge. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2011, ISBN 978-3-642-17073-7, S. 238 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Arbeiten unter inerten Bedingungen bei der FU Berlin (als pdf, Seite 3).
  2. Sicheres Arbeiten in chemischen Laboratorien (PDF; 4,1 MB) bei der FU Berlin, Seite 28.