Schloss Leuben

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Schloss Leuben, Luftaufnahme (2017)
Schloss Leuben 2014

Das Schloss Leuben steht am nördlichen Ortsrand des Oschatzer Stadtteils Leuben im Landkreis Nordsachsen. Es ist von einem Park im französischen Stil umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Grundmauern einer 1445 errichteten Wasserburg wurde später das Schloss errichtet. 1499 war Dietrich von Hornsberg der erste namentlich erwähnte Besitzer. 1698 kaufte Hans Gottlieb von Thielau das Gut dem Freiherrn und Grafen von Taube ab. Die alte Burganlage wurde abgerissen und 1737 bis 1740 durch einen Neubau eines barocken Landschlosses nach französischem Muster unter dem Dresdner Hofmaurermeister Andreas Adam ersetzt. 1889 erhielt durch Eheschließung die Familie von Pflugk a.d.H. Tiefenau Leuben. 1945 wurden die Schlossbesitzer enteignet. In der Folgezeit wurde das Schloss zunächst als Flüchtlingsunterkunft, später auch als Schule genutzt. Ab 1974 stand das Gebäude leer und verfiel. 1990 erwarben zwei Investoren Schloss Leuben, verkauften es aber 2004 an den neu gegründeten Leubener Schlossverein. Dieser begann 2005 mit Sicherungsarbeiten, finanziert durch Spenden und um die 200.000 Euro Fördermittel für das Dach von der Regierungspräsidium Leipzig. Im 2016 schaffte es der Schlossverein Leuben sich gegen die Gegner aus Thüringen und Sachsen-Anhalt in der Spielshow „Mach dich ran“ im MDR durchzusetzen und erspielten die Summe von 200 000 Euro für die Bauarbeiten am Schloss.[1] Die Familie Sahrer von Sahr-Schönberg, ehemalig auf Schloss Dahlen, hat die Immobilie im September 2017 gekauft und hat vor, nach weiteren Sanierungsmaßnahmen, im Jahr 2019 einzuziehen.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sachsens Alte Kirchengalerie 1843
  • Sachsens Neue Kirchengalerie 1903
  • Rittergüter und Schlösser im Kgr. Sachsen
  • Beschreibende Kunst und Baudenkmäler – Gurlit
  • Sachsens schönste Schlösser – M. Donath 2008
  • Baumeister des Barock und Rokoko in Sachsen – Hermann Heckmann 1996; Verlag für bauwesen ISBN 3-345-00594-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Leuben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oschatzer Allgemeine Zeitung, "Wasserschloss Leuben: Adelssitz, Ruine und jetzt Vereinsbaustelle". 29. Juni 2017
  2. Oschatzer Allgemeine Zeitung, "Adelsfamilie kauft Schloss Leuben bei Oschatz", 20. September 2017

Koordinaten: 51° 15′ 54,4″ N, 13° 4′ 58,1″ O