Schubbetrieb

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Als Schubbetrieb oder Schiebebetrieb wird bei einem motorisierten Fahrzeug der Fahrzustand bezeichnet, in dem bei nicht getrenntem Kraftschluss (z. B. bei nicht getretener Kupplung) der Motor durch das Fahrzeug geschleppt, also in Drehbewegung gehalten wird. Durch eine Schubabschaltung wird bei modernen Fahrzeugen dabei die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Bei einigen Elektrofahrzeugen und insbesondere bei Hybridfahrzeugen wird die im Schubbetrieb freigesetzte Energie zur Aufladung des Akkumulators genutzt.

Bei Zweitaktmotoren mit Gemischschmierung ist ein Schubbetrieb problematisch, da durch den für seine Drehzahl zu geringen Kraftstoffzufluss dem Motor nach kurzer Zeit die nötige Schmierung fehlt, was Motorschäden zur Folge haben kann. Aus diesem Grund haben viele Fahrzeuge mit Zweitaktmotor einen (teilweise sperrbaren oder nur in manchen Gängen wirksamen) Freilauf, so dass ein (länger andauernder) Schubbetrieb verhindert wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Gerigk, Detlev Bruhn, Dietmar Danner: Kraftfahrzeugtechnik. 3. Auflage, Westermann Schulbuchverlag GmbH, Braunschweig, 2000, ISBN 3-14-221500-X