Schutzbereich (Filmtechnik)

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Safe Area 4:3 mit eingeblendeten Seitenverhältnissen
Safe Area 4:3 mit eingeblendetem 16:9-Seitenverhältnis
Safe Area 16:9 mit eingeblendetem 2.35:1-Seitenverhältnis

Der Begriff Schutzbereich oder englisch Safe Area bezeichnet einen Sicherheitsbereich innerhalb der Film- oder Bildaufnahme. Innerhalb dieses Bereiches wird sichergestellt, dass bestimmte wichtige Bildinformationen auch sichtbar im Bild sind. Der Bereich ist abhängig vom Seitenverhältnis (aspect ratio).

Beim Filmdreh wird dabei eine Suchkamera an der normalen Filmkamera so angebracht, dass dabei der Ausschnitt zu sehen ist, der auch zum Zeitpunkt in der Filmkamera zu sehen ist. Das Bild des „Suchers“ wird dabei auf einem extra Monitor oder Fernsehgerät angezeigt, auf dem nachträglich mit einem Safe-Area-Generator die gewünschten Safe Areas und Seitenverhältnisse eingeblendet werden.

Generierte Rahmen[Bearbeiten]

Es werden immer die Rahmen für „5 %-Action Safe“ und „10 %-Title Safe“ angezeigt.

„5 %-Action Safe“[Bearbeiten]

Dieser im Gegensatz zum Gesamtbild um 5 % kleinere Bereich stellt sicher, dass alle Aktionen der Handlung innerhalb dieser sichtbar bleiben.

„10 %-Title Safe“[Bearbeiten]

Dieser im Gegensatz zum Gesamtbild um 10 % kleinere Bereich stellt sicher, dass alle Titel und Schrifteinblendungen der Handlung innerhalb dieser sichtbar bleiben.

Weitere Seitenverhältnisse[Bearbeiten]

Dabei kann eingestellt werden, ob es sich beim Anzeigegerät um einen 4:3- oder 16:9-Bildschirm handelt, ob in Widescreen gedreht wird und die anderen Widescreen-Seitenverhältnisse angezeigt werden sollen, oder ob man für das Fernsehen in 4:3 dreht und aus der Quelle nachträglich ein 16:9-Bild schneiden möchte und dieses Seitenverhältnis zusätzlich als weitere Safe Area sehen möchte.

Anwendungsgründe[Bearbeiten]

Einerseits kann sofort vor Ort kontrolliert werden, ob wichtige Informationen im Bild sind und vor Allem beim nachträglichen Cropping des Bildes auf kleinere Seitenverhältnisse. Der andere Grund rührt aus der Bauart der Röhrenfernsehgeräten, denn die Bildfläche wird bei vielen älteren Geräten durch kleine Blenden am Rand abgedeckt. Die letzten Bildzeilen werden dadurch nicht angezeigt, und damit keine Aktionen oder Titel hinter diesen verschwinden, was besonders bei schnellen Kameraschwenks auftritt, wurden diese Hilfsrahmen eingeführt.