Schwachgas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schwachgase, manchmal auch Armgase genannt, sind Brenngas-Gemische mit reduziertem Heizwert (unter 8,5 MJ/m3). Das heißt, die brennbaren Gase (für gewöhnlich Methan oder andere gasförmige Kohlenwasserstoffe, Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid) sind hier mit nicht brennbaren Komponenten, wie z. B. Stickstoff (aus der Luft), Wasserdampf oder Kohlendioxid verdünnt.

Sie entstehen bei der biologisch-enzymatischen, anaeroben Zersetzung von organischem Material wie Klärschlamm und Gülle (Faulgas, Biogas) oder auf Mülldeponien (Deponiegas). Ebenso wird das bei der Holzvergasung entstehende Produktgas in der Literatur häufig als Schwachgas (LCV - low calorific value - gas) bezeichnet.

Werden sie nicht thermisch verwertet, haben sie aufgrund des teilweise sehr hohen Methangehaltes einen starken Anteil am Treibhauseffekt - durch Verbrennung zu Kohlendioxid und Wasser wird dieser reduziert. Daher bietet sich deren Nutzung zur Gewinnung von Wärme und Strom an, was aufgrund der Herkunft aus Biomasse darüber hinaus zu einer neutralen CO2-Bilanz, im Gegensatz zur Nutzung fossiler Brennstoffe, führt.

Auch Kuppelgase aus der Montanindustrie werden bei geringem Heizwert als Schwachgas bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]