Schwacke-Liste

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Die Schwacke-Liste, kurz auch einfach nur Schwacke, gibt den ungefähren Restwert von gebrauchten Kraftfahrzeugen anhand des Fahrzeugtyps, des Baujahres, der Ausstattung und des Kilometerstandes auf dem deutschen Markt an. Sie wurde nach ihrem ursprünglichen Herausgeber, Hanns W. Schwacke, der die erste Liste 1957 veröffentlichte, benannt.[1]

Die Schwacke-Liste wird ständig aktualisiert und ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für den gewerblichen und auch privaten Kfz-Handel. Sie ist für verschiedene Fahrzeugarten erhältlich, vom PKW über Motorräder bis hin zu Nutzfahrzeugen. Seit den 1990er Jahren sind diese Angaben auch digital verfügbar – im Internet, als Datenlieferung oder in Form von Softwareapplikationen.

Neben der klassischen Schwacke-Liste für PKW gibt es heute über zwanzig weitere Publikationen, mit denen sich die Restwerte von Geländewagen, Transportern, Zweirädern, Reisemobilen, Lkw, Anhängern, Booten uvm. ermitteln lassen. Auch die Datenbanken der Internet-Fahrzeugmärkte bieten die Möglichkeit, den Wert eines Fahrzeugs tagesaktuell zu ermitteln. Daneben werden Spezial-Listen angeboten, etwa zur Ermittlung von Lackierungs- und Ersatzteilwerten oder mit Informationen zur Regel- und Differenzbesteuerung sowie die Schwacke-Liste Nutzungsausfallentschädigung. Herausgeber der Schwacke-Liste ist die Firma EurotaxSchwacke, eine Tochterfirma der EurotaxGlass's-Gruppe mit Hauptsitz in der Schweiz.

Eine entsprechende Liste für den Restwert von Gebrauchtfahrzeugen in Frankreich ist der "Argus", in den USA das "Kelley Blue Book".

Werden Gebrauchtwagen sicherungsübereignet, wird von Kreditinstituten die Schwacke-Liste zur Bestimmung des Beleihungswerts herangezogen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tom Grünweg: Bibel der Gebrauchtwagen. 50 Jahre Schwacke-Liste, Artikel bei Spiegel-Online