Schwingungsrisskorrosion

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Schwingungsrisskorrosion ist die transkristalline oder interkristalline Rissbildung in Werkstoffen unter dem kausalen Einfluss von Schwingungen. Das Auftreten dieser Korrosion hängt von der Beanspruchung ab und tritt meistens oberhalb eines spezifischen Grenzwertes auf. Die Schwingungsrisskorrosion tritt plötzlich auf und ist äußerlich meistens nicht sichtbar. Man unterscheidet je nach Art der Beanspruchung des Bauteils: Schwingungsrisskorrosion durch Wechselbiegebeanspruchung, durch Umlaufbiegebeanspruchung (z. B. biegebelastete sich drehende Wellen) und durch Torsionsschwingungen (= Drehschwingungen). Die Intensität der Schwingungsrisskorrosion hängt – außer von der Höhe und der Frequenz der Belastung – ab zum einen von der Werkstoffzusammensetzung, dem Gefügezustand des Werkstoffs, dem Oberflächenzustand und der -behandlung des Bauteils, zum anderen von dem das Bauteil umgebenden sog. Korrosionsmedium, z. B. saure, basische, Salze, Gase enthaltende (insbesondere wässrige) Flüssigkeiten, ätzende Gase und Dämpfe. Dabei spielen auch Bewegung (ruhend oder strömend) und Temperatur dieser Korrosionsmedien eine nicht unwesentliche Rolle. Einen vor Schwingungsrisskorrosion schützenden Einfluss kann ein (evtl.) auf das Bauteil aufgegebenes elektrochemisches Potential ausüben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F. Dehn, G. König, G. Marzahn: Konstruktionswerkstoffe im Bauwesen. Ernst & Sohn, Berlin 2003, ISBN 978-3-433-01652-7, S. 195.
  • Günter Wossog (Hrsg.): Handbuch Rohrleitungsbau. 2. Auflage, Vulkan Verlag, Essen 2003, ISBN 3-8027-2723-1, S. 879, 880.

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