Sempervivum marmoreum

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Sempervivum marmoreum
Sempervivum marmoreum01.JPG

Sempervivum marmoreum

Systematik
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Semperviveae
Gattung: Hauswurzen (Sempervivum)
Sektion: Sempervivum sect. Sempervivum
Art: Sempervivum marmoreum
Wissenschaftlicher Name
Sempervivum marmoreum
Griseb.

Sempervivum marmoreum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hauswurzen (Sempervivum) in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sempervivum marmoreum wächst als Rosettenpflanze mit einem Durchmesser von 3 bis 10 Zentimeter und bildet waagerechte, fein flaumhaarige Ausläufer. Die verkehrt eiförmigen bis verkehrt eiförmig-spateligen oder breit lanzettlichen, fast stielrunden Laubblätter tragen ein aufgesetztes Spitzchen oder laufen kurz spitz zu. Junge Blätter an Ablegern sind stark flaumhaarig.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der flaumhaarige Blütentrieb trägt verkehrt eiförmige oder längliche bis lanzettliche, etwas kleinspitzige, aufrechte Blätter. Der ebensträußige Blütenstand besteht in der Regel aus drei gabeligen Wickeln. Die lanzettlichen, spitzen bis spitz zulaufenden, rötlich grünen, 5 bis 6,5 Millimeter langen Kelchblätter sind auf einer Länge von bis zu 2,5 Millimeter miteinander verwachsen. Die linealischen-lanzettlichen, spitz zulaufenden Kronblätter sind rot mit randnahen, weißlichen Streifen. Die Staubfäden sind kahl. Der Griffel ist etwa 2 Millimeter lang. Die fast quadratischen bis halbkreisförmigen Nektarschüppchen sind grünlich.

Genetik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt .

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sempervivum marmoreum ist auf dem Balkan verbreitet.

Die Erstbeschreibung durch August Grisebach wurde 1843 veröffentlicht.[1]

Es werden folgende Unterarten unterschieden:

  • Sempervivum marmoreum subsp. marmoreum
  • Sempervivum marmoreum subsp. ballsii (Wale) Zonn.; benannt nach dem englischen Pflanzensammler Edward K. Balls (1892–1984)[2]
  • Sempervivum marmoreum subsp. erythraeum (Velen.) Zonn.
  • Sempervivum marmoreum subsp. matricum (Letz) Hadrava & Miklánek[3][4]
  • Sempervivum marmoreum subsp. reginae-amaliae (Heldr. & Sartori ex Boiss.) Zonn.; benannt nach Amalie von Oldenburg (1818–1875), Königin in Griechenland und Frau von König Otto I. von Griechenland[5].

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henk ’t Hart, Bert Bleij, Ben Zonneveld: Sempervivum marmoreum. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 358–360.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spicilegium Florae Rumelicae et Bithynicae Exhibens Synopsin Plantarum quas in aest. 1839. Band 1, 1843, S. 329–330 (online).
  2. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York. Seite 21, 2004. ISBN 3-540-00489-0
  3. Dominik Roman Letz: A new species of the Sempervivum marmoreum group in Central Europe. In: Preslia. Band 81, Nummer 3, 2009, S. 293–308 (PDF).
  4. Martin Miklánek: Sempervivum marmoreum ssp. matricum (Letz) Hadrava et Miklánek comb. Nova. In: Kaktusy. Band 46, Nummer 2, 2010, S. 24–26.
  5. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York. Seite 21, 2004. ISBN 3-540-00489-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sempervivum marmoreum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Fotos zu Sempervivum marmoreum