Silent Disco

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Silent Disco Edinburgh Festival

Silent Disco (auch Leise Disco, Stille Disco oder Kopfhörerparty) ist die Bezeichnung für eine Disco, bei der Menschen zu Musik tanzen, die sie über kabellose Kopfhörer hören. Anstelle der Verwendung eines Lautsprecher-Systems, wird die Musik über einen FM-Transmitter an die drahtlosen Kopfhörer der Teilnehmer gesendet. Betrachtet man die Szenerie ohne Kopfhörer, hört man keine Musik und sieht tanzende Menschen in einem stillen Raum. In der Regel wetteifern zwei DJs um die Zuhörer, die sich durch Einstellung an ihren drahtlosen Kopfhörern entscheiden können, welches Lied sie hören. Die Stille Disco ist z. B. bei Musikfestivals und Open-Air-Partys populär, weil sie den Menschen ermöglicht, ohne Lärmbelästigung der Umgebung zu lauter Musik zu tanzen. Ähnliche Veranstaltungen, bei denen das Konzept der Stillen Disco verwendet wird, sind sogenannte Mobile Clubbing, bei der sich Menschen treffen und zu Musik tanzen, die sie in ihrem persönlichen MP3-Player einstellen.[1]

Ein österreichischer Anbieter empfiehlt sein System mit bis zu 5000 Kopfhörern auch für Public Viewings, Open Air Kino oder für private Feste. Vorteile entstehen durch Einsparung des Aufwandes großer Verstärker und Lautsprecheranlage, relative Ruhe für die Umgebung, jedoch auch Ruhe für Gespräche auf der Veranstaltung selbst. Die Lautstärke kann jeder für sich selbst am Kopfhörer regulieren, für eine Musikpause muss nicht ein Raum verlassen werden. Die Wahl zwischen 2 Kanälen erfolgt ebenfalls durch einen Schalter am Kopfhörer.[2]

Zum Beispiel bei Skatenights ist es mittlerweile üblich über Smartphones Webradio zu empfangen oder gespeicherte Musik abzuspielen und diese per Bluetooth einem Nachbarn zu übertragen, sodass 2 Personen für andere unhörbar und kabellos verbunden dieselbe Musik hören können. Daneben werden kleine batteriebetriebene Bluetooth-Lautsprecher eingesetzt, die etwa in der Netz-Aussentasche eines Rucksacks platziert die von einem Smartphone übertragene Musik für einige Personen in der Nähe akustisch hörbar übertragen. Wird etwa ein beliebtes Webradio- oder Radioprogramm – manche lokalen Sender kooperieren mit einer solchen Veranstaltung – von zahlreichen Empfängern gehört, hat auch das den Charakter einer Silent Disco, da sich Menschen durch tanzende Bewegungen zur selben Musik verständigen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stylianos Papathanassopoulos: Media perspectives for the 21st century. Taylor & Francis, Routledge, New York, 2011, ISBN 978-0415574983
  2. http://www.silentdisco.at/#leistungen Silent Disco, Strolzevents e.U., Satteins (Tirol) 2015. Abgerufen 2. Juli 2015.