Siuna

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Siuna
Koordinaten: 13° 44′ N, 84° 46′ W
Karte: Nicaragua
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Siuna
Siuna auf der Karte von Nicaragua
Basisdaten
Staat Nicaragua
Departamento Región Autónoma de la Costa Caribe Norte
Stadtgründung 22. August 1969
Einwohner 73.730 (2000)
Detaildaten
Fläche 5.039,81
Höhe 200 m
Zeitzone UTC-6
Stadtvorsitz Roger Julián Gaitán Salgado (PLC) [1]
Siuna aus der Vogelschau (2008)
Siuna aus der Vogelschau (2008)

Siuna ist ein Municipio im Departamento Región Autónoma de la Costa Caribe Norte in Nicaragua, Die Kreishauptstadt wird Villa de Siuna genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Ficha Municipal handelt es sich bei Miskitos um Musketen tragende Cimarrónes. Die in der Gegend von Siuna lebendenen Sumuindigenas wurden etwa ab 1900 von Händlern beliefert. José Aramburó hatte 1896 den ersten Gold-Claim in Siuna. 1908 waren erste Höhepunkte der Förderung erreicht. Es wurde am Ufer des Flusses Río Siunawás gesucht. 1909 kaufte die La Luz SIUNA y Los Angeles Mining Company die Goldmine. In den 1930ern und 1940ern ließen sich kanadische und US-amerikanische Unternehmen zur industriellen Förderung nieder, die Gold und Silber ausbeuteten. Aus dieser Zeit stammt die vorhandene Infrastruktur von Siuna. Bei der Separation des Goldes vom Gestein wurde Quecksilber eingesetzt, das noch heute Teile der Flüsse kontaminiert. In der Zeit der sandinistischen Regierung ab 1979 wurden die Bergwerksunternehmen verstaatlicht und 1987 geschlossen.

In Siuna befindet sich heute ein Campus der Universidad de las Regiones Autónomas de la Costa Caribe Nicaragüense (URACCAN).

Siuna ist Sitz des im November 2017 errichteten römisch-katholischen Bistums Siuna.

Hydrografische Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Río Prinzapolka entwässert 60 Prozent der Fläche des Municipios über die Zuflüsse Río Uly, Río Danly, Río Wany, Río Labú, Río Silvy und Río Yaoya, der andere Teil ist das Einzugsgebiet des Río Grande de Matagalpa mit den Zuflüssen Río Matis, Río Arenaloso, Río Iyas, Río Kum, Río Waspado, Río Lisawe, Río Waspuk Río Iyas, Río Umbla und Río Tuma. [2]

Nachbarmunicipades[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Norden Municipio Bonanza
  • Im Süden Municipios Paiwas und Río Blanco
  • Im Osten Municipios Rosita, Prinzapolka, und La Cruz de Río Grande de Matagalpa
  • Im Westen Municipio Waslala und Cua Bocay

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La Prensa 3. Oktober 2008, Candidatos a alcalde por Siuna
  2. ausführliches Ficha Municipal von Busfahrplan bis Todesursache Siuna.pdf (PDF; 460 kB) (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Siuna (Nicaragua) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien