Somers-Klasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die „USS Sampson“ als Schiff dieser Klasse in ursprünglicher Bewaffnung
Das gleiche Schiff bereits ohne den vierten Geschützturm und ohne den dritten TR-Satz

Die Somers-Klasse war eine Klasse von Zerstörern der United States Navy, die aus fünf Schiffen bestand.

Gleichzeitig mit dem Bau einer größeren Anzahl von Zerstören der 1500 Tonnen Klasse, die zwischen 1934 und 1935 genehmigt worden waren, begann man die, mit 1850 Tonnen etwas größeren Schiffe der Somers-Klasse zu fertigen. Diese sogenannten Destroyer-Leaders waren vorgesehen, den Stab einer Destroyer Flottilla aufzunehmen, weswegen man größere Räumlichkeiten benötigte. (Die eigentlich dafür vorgesehenen leichten Kreuzer der Omaha-Klasse standen dafür nicht in ausreichender Stückzahl zur Verfügung.)

Die Somers-Klasse war eine Weiterentwicklung der Porter-Klasse und der Versuch, die bei dieser gemachten Fehler nicht zu wiederholen. Es ging hier insbesondere um die Topplastigkeit der Schiffe, die aber immer noch nicht gänzlich neutralisiert worden zu sein schien, da ein Schiff dieser Klasse (USS Warrington) in einem Hurrikan bei den Bahamas kenterte und unterging.

Um Gewicht zu sparen und auch Raum zu gewinnen, wurden die beiden Rauchabzüge aus den Kesseln in einem Schornstein zusammengelegt. Dieser Schornstein lag so weit hinter den Brückenaufbauten, dass hier noch Platz blieb für einen Vierlings-Torpedorohrsatz. Zwei weitere Vierlings TR-Sätze befanden sich hinter dem Schornstein. Das Schiff verfügte mit zwölf Torpedorohren in einer Breitseite über die bis dahin stärkste Torpedobewaffnung der US-Zerstörer.

Der Dreibeinmast hinter den Brückenaufbauten wurde durch einen leichteren Pfahlmast ersetzt, der achtere Mast ganz weggelassen. Das zweite FLG (Feuerleitgerät) MK 35 entfiel ebenfalls.

Die ursprüngliche Geschützbewaffnung bestand auch acht Seezielgeschützen vom Kaliber 12,7-cm in Zwillingstürmen, zwei 28-mm-Vierlings-Flakgeschützen und zwei Maschinengewehren Browning M2.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden mehrfach Umbauten vorgenommen, so entfiel einer der vier Geschütztürme und ein Torpedorohrsatz. Dafür kamen zusätzliche 20 mm und 40 mm Flakgeschütze an Bord. Ebenfalls erhielten die Schiffe Ortungs- und Feuerleitradar. Die Entfernung des einen Geschützturmes und die Ersatzanordnung durch die Flakgeschütze variierte von Schiff zu Schiff, so das diese letztendlich alle ein unterschiedliches Aussehen hatten. So wurde z.B. bei der „Warrington“ der Turm „B“ entfernt, bei der „Davis“ jedoch der Turm „Y“ (also der vorletzte).

Der Antrieb wurde verbessert, indem vier neu entwickelte Dampfkessel mit einer Mehrleistung von 2000 PS gegenüber der Porter-Klasse eingebaut wurden. Die Höchstgeschwindigkeit lag somit bei 38,5 Knoten.

Erwähnenswert ist noch, das die Schiffe etwa 1944 eine Verstärkung des Bugs erhielten, was ihnen die Möglichkeit geben sollte, im Bedarfsfall deutsche U-Boote zu rammen ohne selbst allzu stark beschädigt zu werden.

Allgemeine Technische Daten[Bearbeiten]

  • Wasserverdrängung Standard: 1850 ts
  • Wasserverdrängung voll beladen: 2905 - 2960 ts
  • Länge: 116,3 m
  • Breite: 11,3 m
  • Tiefgang: 5,4 m
  • Leistung: 52.000 PS
  • Reichweite:
bei 12 Knoten = 7020 Seemeilen
bei 15,6 kn = 6490 sm
bei 20 kn = 4250 sm
bei 25,1 kn = 3140 sm
8x12,7 cm L38 in Zwillingstürmen
8x28 mm Flak in Vierlingslafetten
2x Maschinengewehre Browning M2
12x Torpedorohre 53,3 cm in Vierlingssätzen
2x DCR (Wasserbombenablaufgestelle)

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Terzibaschitsch, Zerstörer der U.S. Navy, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-86047-587-8