Space Situational Awareness

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Space Situational Awareness (SSA) ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur Überwachung des Weltraums und allgemein zur Erkennung von Gefahren aus dem Weltall und durch Weltraumschrott.

Die ESA beschloss 2008 das Programm, das offiziell zum 1. Januar 2009 startete. Die Finanzierung des Programms ist gesichert bis Ende 2020.[1] Mit SSA wurde ein Netzwerk für Europa implementiert, das unabhängig von Daten des US-Programms Space Surveillance System ist. Die Notwendigkeit besteht, weil die Daten anderer Organisationen nur auf freiwilliger Basis veröffentlicht werden und ein Teil der Daten geheim gehalten werden.[2] Sitz des Programms ist ESOC in Darmstadt.

The objective of the SSA programme is to support Europe's independent utilisation of, and access to, space through the provision of timely and accurate information and data regarding the space environment, and particularly regarding hazards to infrastructure in orbit and on the ground.[3]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Projekt sollen drei Kernziele erreicht werden:[4][5]

  • Near-Earth objects (NEO): Beobachtung von erdnahen Objekten (beispielsweise Asteroiden), die auf der Erde einschlagen könnten und somit eine potentielle Bedrohung darstellen. Ein Beitrag dazu leistet die Gaia-Mission, die Bahndaten von erdbahnkreuzenden Asteroiden präzise vermisst.
  • Space Weather (SWE): Verbesserung der Vorhersage des Weltraumwetters, etwa zum Schutz von Satelliten gegen Sonnenstürme.
  • Space Surveillance and Tracking of satellites and space debris (SST): Überwachung, Vermeidung und mittelfristige Reduzierung von Weltraumschrott, Ausgabe von Prognosen über Objekte, die Gefahren für Satelliten darstellen, so dass Gegenmaßnahmen z. B. Bahnänderungen eingeleitet werden können. Alle Daten werden zentral gesammelt und verwaltet. Beobachtungen von Objekten bis hinunter zu einer Größe von 1 cm werden zentral erfasst, die Beobachtungen werden abgeglichen und daraufhin festgestellt, ob es sich um ein bekanntes Objekt handelt, falls ja werden die neuen Beobachtungen dazu verwendet, die Bahndaten zu verbessern. Falls es ein neues Objekt ist, wird ein neuer Eintrag in der Datenbank erstellt. Falls möglich wird eine voraussichtliche Lebensdauer prognostiziert.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Planung des Programms sieht zwei Phasen zur Durchführung vor.

Phase 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Phase von 2009 bis 2013 beinhaltet zunächst den Zusammenschluss bestehender europäischer Teleskope und Radarstationen, sowie die Neuschaffung solcher Anlagen. Für das SSA-Programm soll außerdem ein neues Datenzentrum entstehen.

Bis 2012 sollen vorläufige Dienste des Programms abgerufen werden können.

Phase 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zweiten Phase soll ab 2014 bis zum Jahr 2019 die Infrastruktur vervollständigt werden. Dafür sollen bodengestützte Einrichtungen, die in der ersten Phase zusammengeschlossen wurden, ausgebaut und optimiert werden.

Außerdem soll eine raumgestützte Infrastruktur entwickelt werden, die auch zwei bildgebende Satelliten zur Aufspürung von Objekten im Orbit vorsieht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. About SSA (englisch). Webseite der European Space Agency. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  2. Europas SSA Programm, Folie 8. Pressebriefing der European Space Agency. Abgerufen am 1. August 2010.
  3. esa: About SSA. In: European Space Agency. (esa.int [abgerufen am 24. August 2017]).
  4. SSA Programme overview (englisch). Webseite der European Space Agency. Abgerufen am 19. Mai 2014.
  5. Christoph Seidler: Europa will das All per Radar überwachen. In: SPIEGEL Online, 21. Juli 2010. Abgerufen am 21. Juli 2010.