Sportfördergesetz

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Verordnung über die staatliche Sportaufsicht und die öffentliche Sportpflege vom 20. Juni 1940 (Deutsches Reich)

Sportfördergesetze sind Gesetze, die die Förderung im jeweiligen Bundesland auf eine kontinuierliche Grundlage stellen. Durch ein solches Gesetz ist es allerdings nicht gewährleistet, dass das jeweilige Bundesland den Sport auch wirklich kontinuierlich fördert.[1] So hat der Ausbau von Sportstätten seit 2005 kontinuierlich abgenommen, sodass ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht.[2] Eine der Folgen ist, dass die Nachfrage nach kommerziellen Sportangeboten erheblich zugenommen hat. Während der Bund für den Spitzensport zuständig ist, die Länder für Schulsport und eine Förderung auf Landesebene, sind die Kommunen (mit Zuschüssen der Länder) für die Sportstätten verantwortlich.[3] Auch wenn immer Bundesländer Sportförderung als Staatsziel in der Landesverfassung verankert haben, so hat der Sport häufig als freiwillige Leistung eine sehr nachrangige Priorität.[4]

Sportfördergesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesetz über die Förderung des Sports im Lande Berlin (Sportförderungsgesetz – SportFG) vom 6. Januar 1989, zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Mai 2006;[5]
  • Gesetz zur Förderung des Sports im Lande Bremen (Sportförderungsgesetz) vom 5. Juli 1976 (BREM.GBL. S. 173);
  • Niedersächsisches Sportfördergesetz (NSportFG) vom 7. Dezember 2012.
  • Landesgesetz über die öffentliche Förderung von Sport und Spiel in Rheinland-Pfalz (Sportförderungsgesetz) vom 9. Dezember 1974 (GVBl. S. 597);
  • Gesetz über die Förderung des Sports im Land Sachsen-Anhalt (Sportfördergesetz – SportFG) vom 18. Dezember 2012;
  • Thüringer Sportfördergesetz (ThürSportFG) vom 8. Juli 1994.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Merten Haring: Sportförderung in Deutschland : eine vergleichende Analyse der Bundesländer. Wiesbaden : VS, Verl. für Sozialwiss. 2009; ISBN 978-3-531-17155-5
  2. Gerd Ahlert und Britta Stöver: Entwicklung der öffentlichen Ausgaben für Sport im vereinten Deutschland. Osnabrück 2008; http://gws-os.com/discussionpapers/gws-paper08-5.pdf
  3. Arnd Krüger: Sport und Politik. Vom Turnvater Jahn zum Staatsamateur. Fackelträger, Hannover 1975, ISBN 3-7716-2087-2.
  4. Christian Dreher: Staatsziele im Bundesstaat am Beispiel de s Sports. Göttingen : Cuvillier, 2005. ISBN 3-86537-650-9
  5. http://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/_assets/aemter-und-se/schul-und-sportamt/sport/pdf/sportf__rderungsgesetz_berlin.pdf