St. Marien (Bremen-Blumenthal)

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St.-Marien-Kirche
St.-Marien-Kirche (Bildmitte)

St. Marien ist eine katholische Kirche in Bremen. Sie ist nach der heiligen Maria (Mutter Jesu) benannt und befindet sich an der Fresenbergstraße im Stadtteil Blumenthal. Die St.-Marien-Kirche ist die älteste Kirche im Dekanat Bremen-Nord; ihre gleichnamige Pfarrei, zu der knapp 5.000 Katholiken gehören (Stand 2014),[1] gehört zum Bistum Hildesheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1854 begann der Priester Wilhelm Nürnberg mit dem Aufbau einer katholischen Gemeinde in der damals noch selbstständigen Gemeinde Blumenthal, da sich im 19. Jahrhundert die Anzahl der Katholiken an der Unterweser durch die Industrialisierung und den damit verbundenen Zuzug von Arbeitern, besonders aus dem Eichsfeld und aus Polen, stark erhöht hatte.[2] Bereits seit 1854 werden in Blumenthal katholische Kirchenbücher geführt. 1858 begann der Bau der Kirche, dieser erste Bauabschnitt wurde am 2. Oktober 1859 von Bischof Eduard Jakob Wedekin eingeweiht und dient heute als Chor. Am 2. November 1859 wurde die bisherige Mission in eine Pfarre umgewandelt. 1892 wurde das Mittelschiff der Kirche erbaut, da sich nach der 1883 erfolgten Gründung der Bremer Woll-Kämmerei die Zahl der Gemeindemitglieder weiter erhöht hatte. 1913 folgte der Bau der Seitenschiffe.

Am 1. November 2006 wurden der Pfarrgemeinde St. Marien auch die Kirchen Hl. Kreuz in Blumenthal (mit Filialkirche St. Ansgar in Schwanewede) und Christ König in Rönnebeck angeschlossen, deren Pfarrgemeinden in diesem Zusammenhang aufgehoben wurden.[3] Am 28. November 2014 wurde die Hl.-Kreuz-Kirche profaniert.

Architektur und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde als neugotischer Backsteinbau errichtet und befindet sich in rund 15 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Ihr Turm, in dem sich drei Glocken befinden, hat mit Kreuz und Wetterfahne eine Höhe von 42 Metern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kath. Kirchengemeinde St. Marien in Blumenthal (Hrsg.): 1854–2004, der Weg einer Diasporagemeinde. Chronik St. Marien Blumenthal. Bremen 2004.
  • Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 74

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St. Marien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KirchenZeitung Nr. 47/2014 vom 23. November 2014, S. 16
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bistum-hildesheim.de
  3. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Kirchlicher Anzeiger. Nr. 10/2006, Hildesheim 2006, S. 67–69

Koordinaten: 53° 11′ 0″ N, 8° 34′ 30,5″ O