Staging (Datenbank)

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Staging ist ein Prozess oder Bereich der Informationsintegration, in dem Daten in einem Datenbereich (engl.: staging area, der Bereitstellungsraum oder Sammelplatz beim Militär) temporär zwischengespeichert oder bearbeitet werden, um sie dort zu bereinigen, zu transformieren oder zu migrieren. Nach dem Bereinigungs-, Transformationsschritt oder Bearbeitungsschritt werden die Daten in eine Zieldatenbank oder in eine Produktionsumgebung geschoben.

Staging im ETL-Prozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staging wird typischerweise bei der Implementierung eines ETL-Prozesses verwendet. Dieser Prozess dient dazu, Daten aus einer Reihe von operativen Datenbanken in einer zentralen Datenbank – häufig ein Datenlager (data warehouse) – zusammenzuführen. Dort können die Daten mittels Methoden wie u. a. OLAP, Data-Mining, Text Mining analysiert werden.

Staging-Area[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Daten werden dabei zunächst aus den Datenquellen extrahiert (Extract) und in der Staging-Area gesammelt und zwischengespeichert. Dort werden die Daten bereinigt (cleanse, scrub) und transformiert (Transform). Die so aufbereiteten Daten werden abschließend von der Staging-Area in die Zieldatenbank übertragen (Load).

Staging Site[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Staging Site wird eine Testumgebung oder Produktionsumgebung in der Web- oder Software-Entwicklung verstanden.[1] Diese Umgebung versucht, die tatsächliche Produktionsumgebung so genau wie möglich widerzuspiegeln. Die primäre Verwendung einer Staging-Umgebung besteht darin, alle Skripts und Prozeduren für die Installation, Konfiguration und Migration zu testen, bevor sie in der Produktionsumgebung angewendet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anurag Sharma: Test Environment Management. ITSM Press, 2018, ISBN 9781912651269, S. 11.