Ste-Marie des Batignolles

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Sainte-Marie des Batignolles, Quartier des Batignolles, Paris.

Die katholische Pfarrkirche Sainte-Marie des Batignolles befindet sich im 17. Arrondissement in Paris. Zusammen mit dem direkt dahinter liegenden Square des Batignolles bildet sie das Zentrum des Quartier des Batignolles.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1824 sollte für die 5000 Bewohner der damals noch selbständigen Gemeinde Batignolles eine Kirche gebaut werden. Der Docteur Lemercier startete diese Initiative. Da aber nur ein Drittel der benötigten Gelder zusammenkam, konnte nur eine einfache Kapelle gebaut werden. Diese wurde hauptsächlich durch die Spenden von Maria-Thérèse finanziert und von 1826 bis 1829 errichtet. Die Glocke, die Etiennette genannt wird, wurde aus der ehemaligen Nachbarkapelle Saint-Etienne de Monceau entnommen, nachdem diese im Jahr 1828 zerstört wurde. Im Jahr 1831 wurde Heuqueville der erste Pfarrer der Gemeinde. Schnell wurde die Kapelle zu klein, sodass bereits 1834 erste Vergrößerungen vorgenommen wurden. Im Jahr 1851 bekam die Kirche unter dem Architekten Paul-Eugène Lequeux ihre heutige Form. Er ließ Seitenflügel für das Kirchenschiff anlegen, das nun die Form eines lateinischen Kreuzes annehmen sollte.

Die Kirche heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem Giebeldreieck und den vier toskanischen Säulen erinnert die Kirche an einen griechischen Tempel. Zwischen dem Giebeldreieck und den Säulen ist die Inschrift D.O.M. SUB INVOCATIONE B.V. MARIA zu lesen. Die Kirche liegt am nördlichen Ende der Rue des Batignolles auf dem Place du Docteur Félix Lobligeois. Direkt hinter der Kirche befindet sich der Square des Batignolles. Die nächstgelegene Metrostation ist Brochant, die auf der Linie 13 in Richtung Asnières-Gennevilliers liegt.

Das Gotteshaus spielt eine zentrale Rolle in der Novelle Die Legende vom heiligen Trinker des österreichischen Schriftstellers Joseph Roth. Die Hauptfigur Andreas, ein Unterstandsloser, soll Geld zu Händen der Madonna in der Sainte-Marie-des-Batignolles zurückbringen, scheitert aber immer wieder.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mutin-Cavaillé-Coll-Orgel

Die Firma Mutin-Cavaillé-Coll erbaute 1923 eine dreimanualige Orgel mit 36 Registern und folgender Disposition:

I Grand-orgue C–
1. Bourdon 16′
2. Bourdon 8′
3. Montre 8′
4. Flûte harmonique 8′
5. Prestant 4′
6. Flûte 4′
7. Plein-jeu IV
8. Trompette 8′
I Positif C–
9. Principal 8′
10. Cor de nuit 8′
11. Flûte douce 4′
12. Nasard 223
13. Doublette 2′
14. Tierce 135
15. Clarinette 8′
III Récit expressif C–
16. Quintaton 16′
17. Diapason 8′
18. Gambe 8′
19. Flûte traversière 8′
20. Voix céleste 8′
21. Flûte octaviante 4′
22. Octavin 2′
23. Plein-jeu III
24. Basson 16′
25. Hautbois 8′
26. Trompette harmonique 8′
27. Voix humaine 8′
28. Soprano harmonique 4′
Pédale C–
29. Grosse flûte 16′
30. Soubasse 16′
31. Bourdon 8′
32. Flûte 8′
33. Flûte 4′
34. Bombarde 16′
35. Trompette 8′
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II. Tirasses I, II, III.
  • Spielhilfen: Appel d’anches et mixtures G.O., Récit. Appel d'anches Pédale. Appel du G.O.

Zu ihren Titularorganisten zählten Henri Busser, André Messager und Joachim Havard de la Montagne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ste-Marie des Batignolles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 53′ 12″ N, 2° 19′ 4″ O