Stefan Micheel

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Stefan Micheel (* 14. Januar 1955 in Bochum) ist ein deutscher Künstler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Micheel (st.eel) arbeitet im öffentlichen Raum zwischen Stadt- und Naturraum in den Bereichen Aktionskunst, Konzept, Streetart, Fotografie und Video. Er begann seine künstlerische Ausbildung 1977/78 als Volontär am Schauspielhaus Bochum im Malersaal bei dem Künstler und Bühnenmaler Heinz Clemens unter Peter Zadek, wo er Berührung mit der Bühnenmalerei, Plastik und dem Illusionismus auf der Bühne bekam. Nach dem Studienabschluss 1984 mit dem Diplom Design für visuelle Kommunikation an der FHS Dortmund folgten Studien von 1984 bis 1989 an der Ruhr-Universität Bochum in Kunstgeschichte bei Max Imdahl und in Philosophie und später an der TU in Berlin in Astrophysik.

Bekannt wurde Micheel über das Künstlerduo p.t.t.red zusammen mit Hans Hs Winkler mit den Stadtrauminstallationen „Goldener Schnitt durch Berlin“ 1987[1] und der „Rotverschiebung“ 1990[2] , sowie „ursa in orbit“ 1993.[3] und dem Projekt „statue of liberty“ 1996[4]. Nach der Trennung der Arbeitsgemeinschaft p.t.t.red arbeitete Micheel schwerpunktmäßig im Bereich Kunst im öffentlichen Raum. Hierbei entstanden eine Reihe Videoarbeiten, die sich mit der Wirklichkeitsüberprüfung in der Stadt und im Naturraum beschäftigen wie z. B. „Terra Nullus - wo die Vögel rückwärts fliegen“.[5] Es gab eine Reihe Aktivitäten im Bereich Street Art, z. B. Gedenkgraffiti für Rosa Luxemburg am Potsdamer Platz Berlin.[6] 1999 leitete er als Kurator das Ausstellungsprojekt „berg-äther“[7] in Italien am Brenner auf der Sattelalm in der Einsiedlerbibliothek[8] (p.t.t.red), an dem sich u. a. die Künstler Thomas Demand, Wolfgang Müller (Die Tödliche Doris) beteiligten. 2010 kuratierte er „Westmauer und Schamanen“[9] u. a. mit dem beteiligten Künstler Christian Hasucha.

Arbeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Video „terra nullus - wo die vögel rückwärts fliegen“ 2001.[5]
  • Akustische Installation „fortissimo“ U2 Berlin Alexanderplatz 2004.[10]
  • Aktion „Valkyrie“ am Finanzministerium Berlin 2007.[11]
  • am >>offenen grab<< der ulrike meinhof 2009 in der Hamburger Kunsthalle „MAN SON - Vom Schrecken der Situation“.[12]
  • Projekt „Terra Nullus Watzmann“ 2002–2011.[13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988 Projektförderungen, Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin
  • 1990 Projektförderungen, Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin
  • 1995/96 PS1 Stipendium New York
  • Nominierung und Beteiligung am künstlerischen Wettbewerb Übergänge, Berlin
  • 1997 Kunstfonds A2 Bonn
  • 1998 Arbeitsstipendium Berlin
  • 2000 Akademie Schloss Solitude Stipendium
  • 2002 Nominierung zum internationalen medien/kunstpreis 2002, ZKM Karlsruhe
  • 2003 Gewinn des Wettbewerbs Alexanderplatz U2 NGBK mit fortissimo

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.institutberlin.de/p.t.t.red_katalog_weiss.html ZBL:Berlin-Studien / Universitätsbibliothek:HU
  2. Street-Art Berlin - Kunst im öffentlichen Raum, Berlin 1999, p.t.t.red, S. 231 ISBN 3-89602-191-5
  3. Street-Art Berlin - Kunst im öffentlichen Raum, Berlin 1999, p.t.t.red, S. 235 ISBN 3-89602-191-5
  4. vor ort - Langenhagen 1997 Christine und Irene Hohenbüchler, p.t.t.red, ISBN 3-931441-04-0
  5. a b http://on1.zkm.de/zkm/IMKP50/6
  6. http://www.kunstforum.de/bildlexikon.asp?pid=&artikel=174107&Suchwort=@1@2Vorlage:Toter Link/www.kunstforum.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. http://www.stefanmicheel.de/bergath.html
  8. LESEN: Hölderlin im Niemandsland. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1998 (online7. September 1998).
  9. http://westmauerundschamanen.wordpress.com/2009/11/04/ausstellung-im-institutberlin/
  10. http://www.kunstaspekte.de/u2-stefan-micheel-2004-10/
  11. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 12. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ngbk.de ISBN 978-3-938515-26-6
  12. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburger-kunsthalle.de
  13. Kunstforum International Bd. 191 2008, Ort reiner Schönheit S. 140–143 Jürgen Raab