Stippeföttche

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Misericordie aus dem Quirinus-Münster Neuss (15. Jahrhundert) mit der Darstellung des "Stippeföttche"
Notgeldschein der Stadt Köln von 1922, der zwei Mitglieder der Roten Funken beim Stippeföttche darstellt. (Unterschrieben von Oberbürgermeister Konrad Adenauer)

Stippeföttche ist die Bezeichnung für ein Ritual, welches im Karneval bei den Garden im Rheinland gebräuchlich ist. Dabei stehen jeweils zwei Gardisten Rücken an Rücken und reiben beim sogenannten „Wibbeln“ die Hintern aneinander. Der Name kommt vom hervorstehenden (hervorstippen) Hintern (Föttche).

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie so vieles im rheinischen Karneval, der sich oft mit dem ungeliebten (preußischen) Militär auseinandersetzte, ist das Stippeföttche eine Persiflage auf das Soldatentum und den Militarismus generell; im 19. Jahrhundert dann speziell der preußischen 'Fremdherrschaft' in der Rheinprovinz. Der dazu gespielte Marsch der Roten Funken von 1823 lautet Ritsch, ratsch – de Botz kapott („Ritsch, ratsch – die Hose kaputt“).

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