Stopfpilz

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Stopfpilz

Ein Stopfpilz ist ein Gegenstand, der beim Stopfen eines Lochs in Strümpfen oder Socken benutzt wird. Der Stopfpilz oder das in der Form zwar unterschiedliche, in der Funktion aber gleiche Stopfei war bis in die 1980er Jahre sehr verbreitet und befand sich in fast jedem Nähkörbchen. Er wird in den schadhaften Strumpf oder die Socke unter das zu stopfende Loch geschoben und erleichtert durch das Aufspannen des Gewebes die Stopfarbeiten.

Stopfpilze werden in der Regel aus Holz gedrechselt und besitzen eine ebene Unterseite und eine nach oben hin gewölbte Oberfläche. Sie sind meist rot lackiert oder in Naturholz belassen und ähneln somit der Kappe eines Fliegenpilzes, was den Namen erklärt. Stopfpilze besitzen an ihrer ansonsten glatten Unterseite entweder einen Stiel oder eine Vertiefung für den Zeigefinger, um ihn mit einer Hand halten zu können. Es gibt auch Versionen aus Kunststoff (damals meistens Bakelit), die in der „Luxusausführung“ beleuchtet werden konnten. Die Beleuchtung des Stopfpilzes oder des Stopfeis war eine Erfindung von Konrad Adenauer.[1][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Stopfpilz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Online-Flyer zur Ausstellung „100 Jahre Strom in Recklinghausen“, pdf-Datei
  2. Exponat im „Haus der Geschichte“ in Bonn, beleuchtbarer Stopfpilz von ca. 1950 (DDR)