Super Furry Animals

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Super Furry Animals (auch SFA oder die Furries) sind eine britische Rockband aus Wales, die sich musikalisch nur schwer einordnen lässt. Sie verbindet auf einzigartige Weise so unterschiedliche Stile wie Britpop, Glam Rock, Westcoast Rock, Punk, Progressive Rock, Techno, Dub, Drum and Bass, Country, Psychedelia, P-Funk, Soul und Heavy Metal. Die Band hatte mehrere Erfolge in den Top 20 der britischen Album- und Single-Charts. Einen gewissen Ruhm erspielte sich die Band auch mit der limitierten Single The Man Don’t Give a Fuck, die über fünfzigmal das Wort Fuck enthielt.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band wurde 1994 von den Mitgliedern Dafydd Ieuan, Gruff Rhys, Guto Pryce, Huw Bunford und Cian Ciaran in Cardiff gegründet. Die ersten drei hatten vorher bereits in einem Electro-Projekt Wales betourt.

Nach den ersten Veröffentlichungen entdeckte sie Alan McGee, der Chef von Creation Records, bei einem Auftritt in London. Es war der zweite Auftritt außerhalb von Wales, den die Band überhaupt hatte. Die Band stand neuen Technologien stets aufgeschlossen gegenüber. Sie war eine der ersten überhaupt, die ein Konzert im Internet übertrug und die erste, die ein Album gleichzeitig im Audio- und DVD-Format veröffentlichte. Zudem wird der Titel Slow Life im Soundtrack von Michael Winterbottoms Film 9 Songs verwendet.

Ab 2004 konzentrierte sich Sänger und Songwriter Gruff Rhys verstärkt auf die eigene Solokarriere. Die Texte seines ersten Soloalbums Yr Atal Genhedlaeth (2004) waren noch durchgehend in walisischem Gälisch geschrieben, was sich mit Candylion (2006), Hotel Shampoo (2011) und American Interior (2014) änderte. Ein weiteres Projekt ohne die Super Furry Animals war unter anderem das Elektroduo Neon Neon mit dem US-Amerikaner Boom Bip. Beide veröffentlichten 2008 ein Konzeptalbum über John DeLorean mit dem Titel Stainless Style. 2013 folgte das Konzeptalbum Praxis Makes Perfect über das Leben des italienischen Verlegers Giangiacomo Feltrinelli.

Wegen dieser Projekte und weiterer Aktivitäten der anderen Mitglieder nahm die Band von 2010 bis 2015 eine Auszeit. Dann kehrten sie mit mit einer Reihe gemeinsamer Auftritte zurück. Neben der Wiederveröffentlichung einiger älterer Alben erschien das Best-of-Album Zoom! The Best of 1995–2016 sowie eine Bandbiografie. Ende 2016 gingen sie auch wieder auf UK-Tour.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[1]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
Anmerkungen[2]
1996 Fuzzy Logic 23
(10 Wo.)
Gold Gold
1997 Radiator 8
(6 Wo.)
Gold Gold
1998 Out Spaced 44
(2 Wo.)
B-Seiten-Kompilation
1999 Guerrilla 10
(13 Wo.)
Silber Silber
2000 Mwng 11
(2 Wo.)
Album in walisischer Sprache
2001 Rings Around the World 3
(9 Wo.)
CD / DVD
Gold Gold
2003 Phantom Power 4
(5 Wo.)
CD / DVD
Silber Silber
2004 Phantom Phorce 81
(1 Wo.)
Remix-Version von Phantom Power
2004 Songbook – The Singles – Vol. 1 18
(3 Wo.)
Singles-Kompilation
Silber Silber
2005 Lovekraft 19
(3 Wo.)
2007 Hey Venus 11
(2 Wo.)
2009 Dark Days / Light Years 23
(2 Wo.)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Llanfairpwllgwyngllgogerychwyrndrobwllynyngofod (In Space) (1995)
  • Moog Droog (1995)
  • Ice Hockey Hair (1998)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[1]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1996 Hometown Unicorn 47
(2 Wo.)
1996 God! Show Me Magic 33
(2 Wo.)
1996 Something 4 the Weekend 18
(3 Wo.)
1996 If You Don’t Want Me to Destroy You 18
(2 Wo.)
1996 The Man Don’t Give a Fuck 22
(2 Wo.)
1997 Hermann Loves Pauline 26
(2 Wo.)
1997 The International Language of Screaming 24
(2 Wo.)
1997 Play It Cool 27
(2 Wo.)
1997 Demons 27
(2 Wo.)
1998 Ice Hockey Hair 12
(5 Wo.)
1999 Northern Lites 11
(5 Wo.)
1999 Fire in My Heart 25
(4 Wo.)
2000 Do or Die 20
(2 Wo.)
2000 Ysbeidiau Heulog 81
(1 Wo.)
2001 Juxtapozed with U 14
(5 Wo.)
2001 Drawing Rings Around the World 28
(4 Wo.)
2002 It’s Not the End of the World 30
(2 Wo.)
2003 Golden Retriever 13
(5 Wo.)
2003 Hello Sunshine 31
(2 Wo.)
2004 The Man Don’t Give a Fuck (Live) 16
(2 Wo.)
2005 Lazer Beam 28
(2 Wo.)
2007 Show Your Hand 46
(1 Wo.)

weitere Singles

  • Slow Life (2004)
  • Run-Away (2007)
  • The Gift That Keeps Giving (2007, nur als Download)
  • Inaugural Trams (2009, Free-Download)
  • Mt. (2009, Download)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b UK-Chartplatzierungen
  2. Silber-/Gold-Auszeichnungen (Datenbanksuche)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]