Tandy TRS-80 Color Computer

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TRS-80 Color Computer 1

Tandy TRS-80 Color Computer, auch CoCo genannt, ist eine Serie von Homecomputern, aus der TRS-80-Serie von Tandy RadioShack. Als Prozessor wurde ein Motorola 6809-E verwendet. Anders als sein Vorgänger konnte er Farbgrafik darstellen.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TRS-80 Color Computer 2
Screenshot eines CoCo2 mit allen zur Verfügung stehenden Standardzeichen
CoCo 3 System

Color Computer 1 (1980–1983)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Prozessor 6809 wurde mit 0,895 MHz getaktet und der Rechner hatte 4 KByte Hauptspeicher. Er war mit der Dragon 32-Serie teilkompatibel.

Der Homecomputer wird an einen Fernseher oder Monitor angeschlossen und kann neun verschiedene Farben bei 64×32 Pixel darstellen. Die höchste Auflösung beträgt 256×192, die Darstellung reduziert sich dann auf monochrom. Er kostete anfangs 400 US-Dollar. Als Programmiersprache wurde Color BASIC eingesetzt. Zur Datenspeicherung diente eine Datasette oder ein 5¼-Zoll-Disketten-Laufwerk. Anders als beim TRS-80 Modell 1 gab es auch einen Erweiterungsschacht für Spielmodule.

Color Computer 2 (1983–1986)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technisch ist er baugleich mit dem Modell 1. Das Gehäuse ist aber kleiner, das Betriebssystem modifiziert und es gab mehr Erweiterungsmöglichkeiten, sowie 16–64 KByte RAM.

Der Preis betrug 240 US-Dollar und das Modell 2 wurde mit dem Multitasking-Betriebssystem OS-9 geliefert.

Color Computer 3 (1986–1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser ist mit 128 KByte RAM ausgestattet (erweiterbar auf 512 KByte). Die Auflösung beträgt 640×225 Pixel bei 64 Farben.

Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem TRS-80 Color Computer konkurrierte Tandy in den USA trotz des flächendeckenden Vertriebskanals RadioShack nur mit mäßigem Erfolg gegen Commodores VC 20, die Atari-Heimcomputer und den Commodore 64. Das Modell 3 konnte sich noch weniger gegen die aufkommenden 16-Bit-Computer wie den Amiga und Atari ST durchsetzen. Auf dem deutschen Markt war die gesamte TRS-80-Reihe praktisch bedeutungslos, da es ausschließlich über Tandy-Fachgeschäfte bezogen werden konnte, die es hierzulande nur zwischen 1983 und 1985 und in sehr geringer Anzahl gab.[1]

Trotz des Misserfolgs gab es ca. 1.000 Programme für diesen Rechner, sowohl Anwendungen als auch Spiele.

Siehe auch Kategorie:TRS-80-Spiel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: TRS-80 Color Computer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meilensteine der Elektronik, Elektronik Praxis, Vogel Communications Group, 2019