Telegrafenschule

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Als Telegrafenschule bezeichnete man Ende des 19. Jahrhunderts Anstalten zur wissenschaftlich-technischen Ausbildung von Telegrafenbeamten.

Die Telegrafenschule in Berlin ging aus einer 1859 von der preußischen Telegrafenverwaltung errichteten Fachschule hervor, welche den Zweck hatte, sämtliche Beamte der Telegrafie, nachdem sie bei einem Telegrafenamt die notwendigen Vorkenntnisse und Fertigkeiten sich angeeignet hatten, für den Dienst theoretisch und praktisch auszubilden.

Infolge der auf dem wissenschaftlichen Gebiet der Telegrafie errungenen Fortschritte übertrug die Telegrafenverwaltung die für den lokalen Telegrafenbetriebsdienst erforderliche theoretische und praktische Ausbildung der Beamten den Oberpostdirektionen und ließ zum Besuch der Telegrafenschule nur eine beschränkte Anzahl solcher Beamten zu, welche eine genügende wissenschaftliche Vorbildung besaßen und nach ihrem dienstlichen Verhalten zu der Erwartung berechtigten, dass sie den auf einen höheren Bildungsgrad berechneten Vorträgen mit Nutzen folgen und sich später nach Ablegung der höheren Telegrafenverwaltungsprüfung für die höheren Stellen der Verwaltung eignen.

1879 wurde die Telegrafenschule in Berlin zu dem Rang einer technischen Hochschule erhoben. Der Kursus war sechsmonatlich; jährlich wurden zum Besuch der Schule etwa 40 Beamte einberufen. Eine ähnliche Anstalt bestand in Paris.