Terna (Kirchenrecht)

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Eine Terna ist eine Liste, die in der Vorbereitung der Berufung eines katholischen Bischofs erstellt wird. Der Name leitet sich davon ab, dass eine solche Liste immer drei Nennungen umfasst.

Wenn ein bischöflicher Sitz vakant ist, wird ein Dreiervorschlag, der immer geheim gehalten wird, vom Heiligen Stuhl aufgesetzt. Diese Liste wird auf der Grundlage einer von den Bischöfen aufgestellten Liste in Zusammenarbeit mit dem Apostolischen Nuntius erstellt.

Für die Ernennung eines Weihbischofs kann die Terna von dem Diözesanbischof, der einen Weihbischof beantragt, vorgeschlagen werden.[1]

Zu jedem der auf der Terna Genannten zieht der Nuntius Erkundigungen ein und teilt die Ergebnisse in einem Dossier dem Apostolischen Stuhl mit. Das Dossier enthält in der Regel eine Stellungnahme und die Empfehlungen des Nuntius sowie des Metropoliten (Erzbischofs), des Vorsitzenden der jeweiligen Bischofskonferenz und der Bischöfe der Diözese, für die der künftige Bischof benannt wird.[2]

Hinsichtlich der Eignung der Kandidaten für das Bischofsamt fordert das Kirchenrecht[3], dass der Betreffende

  • sich auszeichnet durch festen Glauben, gute Sitten, Frömmigkeit, Lebensweisheit, Klugheit sowie menschliche Tugenden und die übrigen Eigenschaften besitzt, die ihn für die Wahrnehmung des Amtes, um das es geht, geeignet machen
  • einen guten Ruf hat
  • wenigstens fünfunddreißig Jahre alt ist
  • wenigstens seit fünf Jahren Priester ist
  • einen Doktorgrad oder wenigstens den Grad eines Lizentiaten in der Heiligen Schrift, in der Theologie oder im kanonischen Recht an einer vom Apostolischen Stuhl anerkannten Hochschuleinrichtung erworben hat oder wenigstens in diesen Disziplinen wirklich erfahren ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CIC Can. 377 § 4 (online)
  2. CIC Can. 377 § 3
  3. CIC Can. 378 § 1