Tetrapyrrole

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Die Grundformen der cyclischen Tetrapyrrole (Pyrrol, Porphin, Porphyrin, Porphyrinogen)

Tetrapyrrole sind chemische Verbindungen, die aus vier Pyrrol-Ringen zusammengesetzt sind. Je nach der Anordnung dieser Pyrrol-Ringe unterscheiden sich cyclische Tetrapyrrole (Porphyrine) von linearen Tetrapyrrole.

Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cyclische Tetrapyrrole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porphyrine bezeichnen cyclische Tetrapyrrole. Zu dieser Gruppe zählen alle Chlorophylle, alle Häme (funktionelle Moleküle tierischer Proteine wie die von Hämoglobin, Cytochrom und Myoglobin), sowie Cobalamine und einige Katalasen (spezielle Peroxidasen).

Lineare Tetrapyrrole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gallenfarbstoffe bezeichnen lineare bzw. offene Tetrapyrrole wie Phytochrome, Phycobilisome wie Phycocyanin und Phycoerythrin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Pflanzenstoffwechsel des Chlorophylls ist ein Magnesiumatom im Stickstoffring des Tetrapyrrols verankert. Für die Entdeckung der Natur des Chlorophylls erhielt Hans Fischer (1881–1945) 1930 den Nobelpreis für Chemie. Der Tetrapyrrolring bildet das Grundskelett des Häms, aller Porphyrine und des Chlorophylls.

Der Nachweis dieser und leicht modifizierter Verbindungen in Erdölen gelang Alfred Treibs in den 1930er Jahren. Tetrapyrrole können somit als erster Biomarker in geologischen Probenmaterial angesehen werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]