Thelocactus tulensis

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Thelocactus tulensis
Thelocactus tulensis Tafel 18 von 1901 aus Blühende Kakteen

Thelocactus tulensis
Tafel 18 von 1901 aus Blühende Kakteen

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Thelocactus
Art: Thelocactus tulensis
Wissenschaftlicher Name
Thelocactus tulensis
(Poselg.) Britton & Rose
Thelocactus tulensis

Thelocactus tulensis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Thelocactus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton weist auf den mexikanischen Fundort in der Nähe von Tula im Bundesstaat Tamaulipas hin.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thelocactus tulensis wächst einzeln, kugelförmig, manchmal etwas gestreckt und hat einen dunkelmattgrünen bis zu 25 Zentimeter hohen Körper mit einem Durchmesser von 8 Zentimeter. Die 10 Rippen sind wulstig bis kegelförmig gehöckert, bis zu 2 Zentimeter hoch und im Durchmesser. Die Warzen sind sehr dick-fleischig und vielkantig. Die Areolen sind im 2,5 Zentimeter Abstand in der Jugend wollig, später nackt. Die 6 bis 8 Randdornen sind erst bräunlich dann weiß und nur 1 bis 1,5 Zentimeter lang. Die 1 bis 3 Mitteldornen sind bis 4 Zentimeter lang, gerade oder gebogen, weißlich bis hornfarben mit dunkler Spitze.

Die Blüten sind weit ausgebreitet, 2,5 bis 5 Zentimeter lang und 3,5 bis 8 Zentimeter im Durchmesser. Die Blütenfarbe variiert zwischen silbrigweiß bis zartrosa, Mittelstreifen karminrot. Die Narbe ist blassgelb. Die Früchte sind grün bis grünlich-magenta oder weißlich-braun; sie sind 11 bis 18 Millimeter lang und etwa 7 bis 10 Millimeter im Durchmesser. Die Samen sind dunkel mit fein gehöckerter Testa.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thelocactus tulensis ist in den mexikanischen Bundesstaaten Tamaulipas, Nuevo León und San Luis Potosí beheimatet.

Die Erstbeschreibung als Echinocactus tulensis erfolgte 1853 durch Heinrich Poselger.[1] Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose stellten sie 1923 in die Gattung Thelocactus.[2]

Es existieren sehr viele ungültige Doppelbeschreibungen und Umkombinationen und daraus folgend eine Vielzahl von Synonymen.

Es werden folgende Unterarten unterschieden:

  • Thelocactus tulensis subsp. bueckii (Klein) N.P.Taylor:
    Die Erstbeschreibung als Echinocactus buekii erfolgte 1859 durch Edward Emanuel Klein.[3] Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose stellten sie 1923 in die Gattung Thelocactus.[2] Nigel Paul Taylor stellte sie 1998 als Unterart zu Thelocactus tulensis.[4] Einzeln wachsende Unterart mit magentafarbene bis dunkelroten Blüten aus Nuevo León in 1200 bis 1800 Meter Höhe.
  • Thelocactus tulensis subsp. matudae (Sánchez-Mej. & A.B.Lau) N.P.Taylor:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 1978 durch Hernándo Sánchez-Mejorada und Alfred Bernhard Lau als Thelocactus matudae.[5] Nigel Paul Taylor stellte sie 1998 als Unterart zu Thelocactus tulensis.[4] Gedrückt kugelige bis schwach säulenförmige, einzeln wachsende Pflanzen mit purpurroten Blüten aus Nuevo León, wo sie in Höhen von 800 bis 1000 Metern vorkommt.
  • Thelocactus tulensis subsp. tulensis (Poselger) Britton & Rose:
    Sehr variabel bei der Anzahl der Rippen und Warzen. Die Nominatform kommt in Höhenlagen zwischen 800 und 1400 Metern vor.

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (CR)“, d. h. als nicht gefährdet geführt.[6]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edward F. Anderson: The Cactus Family. Timber Press, Portland (Oregon) 2001, ISBN 0-88192-498-9, S. 662–663.
  • Ulises Guzmán,Salvador Arias, Patricia Dávila: Catálogo de cactáceas mexicanas. Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko-Stadt 2003, ISBN 970-9000-20-9, S. 232.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. H. Poselger: Beitrag zur Kakteenkunde. In: Allgemeine Gartenzeitung. Band 21, Nummer 16, 1853, S. 125, (online).
  2. a b N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band IV. The Carnegie Institution of Washington, Washington 1923, S. 11 (online).
  3. Klein: Gartenflora. Band 8, 1859, S. 257.
  4. a b N. P. Taylor: Cactaceae Consensus Initiatives. Band 5, 1998, S. 14.
  5. Sánchez-Mejorada, Lau: Cactaceas y Suculentas Mexicanas. Band 23, 1978, 51–52.
  6. Thelocactus tulensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Sotomayor, M., Gómez-Hinostrosa, C., Hernández, H.M. & Smith, M., 2009. Abgerufen am 14. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Thelocactus tulensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien