Tiberios (Sohn des Maurikios)

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Tiberios (griechisch Τιβέριος, * nach 583 in Konstantinopel; † 27. November 602 in Chalcedon) war ein oströmischer Prinz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiberios war der zweitälteste Sohn des oströmischen Kaisers Maurikios und der Constantina. Angeblich wurde er 590 zusammen mit seinem älteren Bruder Theodosius zum Mitkaiser erhoben. In der Datierungsformel einer Synode des Jahres 595 in Rom wird Tiberios eventuell als Augustus genannt.[1] Im Testament des Maurikios von 597, das in Anlehnung an die Tetrarchie eine Herrschaftsteilung zwischen Ost- und Westrom vorsah, war Tiberios als Kaiser des Westens mit der Residenz Rom vorgesehen.

Nach dem Sturz des Maurikios 602 ließ dessen Nachfolger Phokas den Tiberios zusammen mit seinem Vater und seinen Brüdern Petros, Justin und Justinian umbringen; ob Theodosius die Flucht an den Hof des persischen Großkönigs Chosrau II. gelang, ist unsicher.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arnold Hugh Martin Jones, The Later Roman Empire 284–602. A social, economic and administrative survey. Blackwell Oxford 1964 (Nachdruck 1986).
  • Gerhard Rösch: Onoma Basileias. Studien zum offiziellen Gebrauch der Kaisertitel in spätantiker und frühbyzantinischer Zeit (= Byzantina Vindobonensia. Bd. 10). Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 1978, ISBN 3-7001-0260-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ewald − Hartmann, Gregorii I. papae registrum epistularum, Bd. I, V, Nr. 57a, S. 362: „regnante in perpetuum Domino nostro Iesu Christo, temporibus piissimi ac serenissimi domini Mauricii, Tiberii et Theodosii Augustorum eiusdem domini imperii Mauricii anno...“ (zit. nach Rösch, Onoma Basileias, S. 140; abweichende Lesart: Mauricii Tiberii et Theodosii).