Trierer Inventar zum chronischen Stress

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Das Trierer Inventar zum chronischen Stress (TICS) ist ein psychologisches Selbstbeurteilungsverfahren zur Erfassung verschiedener Bereiche chronischer Stressoren.[1] Der psychologische Fragebogen wurde 2004 von Schulz, Schlotz und Becker entwickelt.[2] Dabei wird jeweils die Häufigkeit verschiedener Belastungserfahrungen in den letzten drei Monaten auf einer fünfstufigen Ratingskala erfragt.[2] Die Bearbeitungszeit wird auf 10 bis 15 Minuten geschätzt und die Auswertungszeit auf 5 bis 10 Minuten, wobei eine computergestützte Version zur Verfügung steht.[2] Der Fragebogen bezieht sich auf ein interaktionsbezogenes Stresskonzept.[2] Der Fragebogen umfasst 57 Fragen, die zu folgenden 9 Skalen zusammengefasst werden:[1][2]

  • Arbeitsüberlastung
  • Soziale Überlastung
  • Erfolgsdruck
  • Unzufriedenheit mit der Arbeit
  • Überforderung bei der Arbeit
  • Mangel an sozialer Anerkennung
  • Soziale Spannungen
  • Soziale Isolation
  • Chronische Besorgnis

Die Werte der Probanden können mit einer Normstichprobe verglichen werden, die aus 604 Personen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren besteht.[2] Auf der Basis der 57 Fragen dieses Fragebogens wurde eine kürzere Skala namens Screeningskala zum chronischen Stress (SSCS) entwickelt die nur aus 12 Fragen besteht.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Markus Heinrichs, Tobias Stächele, Gregor Domes: Stress und Stressbewältigung. Hogrefe, 2015, ISBN 978-3-8409-2252-7, S. 41 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d e f g Jürgen Bengel, Markus Wirtz, Christian Zwingmann: Diagnostische Verfahren in der Rehabilitation. Hogrefe, 2008, ISBN 978-3-8409-2095-0, S. 139–143 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).