Uditore (Titel)

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Uditore ist eine seit dem Mittelalter gebräuchliche italienische Bezeichnung im päpstlichen Gesandtschaftswesen (lat.: Auditor). Die italienische Bezeichnung setzte sich durch die bis in letzte Zeit dominierende Stellung italienischer Kuriendiplomaten im päpstlichen Gesandtschaftswesen gegenüber der an sich „offiziell“ lateinischen durch. Dem Nuntius stand der Uditore, stets ein Diplomat geistlichen Standes, quasi als „rechte Hand“ zur Seite, vergleichbar einem Botschaftsrat bzw. Legationsrat einer anderen diplomatischen Mission. Der Titel Uditore wird mittlerweile vielfach durch an die allgemeine diplomatische Gepflogenheiten angeglichene Titulaturen wie „Nuntiaturrat (1. Klasse)“ etc. zurückgedrängt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Terzo Natalini: «Libri del Registro della Spedizione». In: Erwin Gatz (Hrsg.): Römische Kurie, kirchliche Finanzen, Vatikanisches Archiv: Studien zu Ehren von Hermann Hoberg (= Miscellanea Historiae Pontificiae 46). Teil 2. Università Gregoriane Editrice, Rom 1979, S. 553–596, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  • Luigi Giambene: Uditore in der Enciclopedia Italiana (1937), online auf treccani.it (italienisch)
  • Alessandro Gnati: Carriere e Curia romana: l'Uditorato di Rota (1472-1870). In: Mélanges de l'Ecole française de Rome. Italie et Méditerranée. Band 106, Nr. 1, 1994, S. 161–202 (italienisch, online [abgerufen am 13. Mai 2017]).