Ulf Schneider

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Ulf Schneider (2008)

Ulf Mark Schneider (* 9. September 1965 in Neuwied) ist ein deutscher Manager.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte und promovierte Ulf M. Schneider im Bereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen. Ferner verfügt er über einen MBA-Abschluss (Master of Business Administration) der Harvard Business School. 1989 trat Schneider in den Duisburger Mischkonzern Franz Haniel & Cie. GmbH ein, wo er bis 2001 in verschiedenen leitenden Positionen tätig war, zuletzt als Group Finance Director beim britischen Pharma-Groß- und Einzelhändler Gehe UK plc (heutige Celesio). Am 1. November 2001 wechselte Schneider in den Vorstand der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, dem weltweit führenden Anbieter von Dialyseprodukten und -dienstleistungen, und zeichnete dort für den Bereich Finanzen verantwortlich. Vom 28. Mai 2003 bis 30. Juni 2016 war er Vorstandsvorsitzender des Mutterkonzerns Fresenius SE & Co. KGaA.[1] In seiner Amtszeit haben sich der Umsatz des Unternehmens vervierfacht, die Mitarbeiterzahl mehr als verdreifacht und der Gewinn mehr als verzwölffacht.[2] Zudem unternahm Fresenius unter seiner Führung mehrere große strategische Akquisitionen: 2005 die Übernahme der privaten Krankenhauskette HELIOS Kliniken; 2006 die Übernahme des US-amerikanischen Dialyseanbieters Renal Care Group; 2008 die Übernahme des US-amerikanischen Pharmaunternehmens APP Pharmaceuticals; 2011 die Übernahme von Liberty Dialysis, einem weiteren großen Dialyseanbieter in den USA; und 2014 die Übernahme von 41 Kliniken der Rhön Klinikum AG, wodurch HELIOS zum größten privaten Krankenhausbetreiber in Deutschland wurde.[3]

Im Dezember 2012 kürte das „Handelsblatt“ Schneider zum „Manager des Jahres 2012“[4] und im November 2013 das „manager magazin“ zum „Manager des Jahres 2013“.[5]

Zum 1. Januar 2017 wird Schneider CEO von Nestlé.[6] Er trat dem Unternehmen aber bereits zum 1. September 2016 bei.[7] Er ist damit erst der zweite externe Kandidat (neben dem Finanzexperten Louis Dapples), der zum Konzernchef von Nestlé gemacht wurde[8].

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider ist Vorsitzender des European Advisory Board der Harvard Business School und Mitglied im Board of Directors des US-amerikanischen Chemiekonzerns DuPont.[9] Er hat einen amerikanischen und einen deutschen Pass.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf von Ulf M. Schneider auf der Internetpräsenz der Fresenius SE & Co. KGaA. Abgerufen am 6. März 2013
  2. Presseinformation vom 26. Juni 2016 auf der Internetpräsenz der Fresenius SE & Co. KGaA. Abgerufen am 12. September 2016
  3. Unternehmensgeschichte auf der Internetpräsenz der Fresenius SE & Co. KGaA. Abgerufen am 7. November 2014
  4. „Menschen 2012“ auf Handelsblatt online. Abgerufen am 6. März 2013
  5. „Ulf Schneider ist „Manager des Jahres“ 2013“ auf manager magazin online. Abgerufen am 15. Januar 2014
  6. Dieter Bachmann: Fresenius-CEO Ulf Mark Schneider neuer Konzernchef: Überraschender Wechsel an Nestlé-Spitze. In: NZZ. 27. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  7. Nestlé Board of Directors and Executive Board, Nestlé Global, 27. Juni 2016
  8. Fresenius-Chef lenkt künftig Nestlé. Abgerufen am 23. August 2016.
  9. Board of Directors auf der Internetpräsenz von DuPont. Abgerufen am 7. November 2014
  10. „Ulf Schneider: Manager mit ruhiger Hand“ (Memento vom 27. August 2010 im Internet Archive), Financial Times Deutschland vom 20. März 2006