Ulster Scots (Sprache)

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Ulster Scots (auch Ullans, Braid Scots, Scotch, Ulstèr-Scotch[1]) bezeichnet eine Gruppe von Dialekten, die in Nordirland und der Republik Irland in Teilen der früheren Provinz Ulster[2] gesprochen werden. Ulster Scots ist neben Englisch und Irisch eine Amtssprache in Nordirland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulster Scots entstand, als sich schottische Siedler im 17. Jahrhundert im Norden Irlands auf den Ulster Plantations niederließen und ihre angestammte Sprache, das Scots, mitbrachten.[3] Die Nachfahren dieser presbyterianischen Siedler machen heute einen Großteil der protestantischen Bevölkerungsmehrheit Nordirlands aus. Die Sprache ist vom Hiberno-Englischen, der von modernen Iren bevorzugt verwendeten Sprache, beeinflusst, besonders vom Dialekt Mid-Ulster Englisch, sowie vom Ulster-Dialekt des Irisch-Gälischen.[4]

Verbreitung des Ulster Scots in Nordirland und in der Republik Irland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verteilung der Sprecher älter als drei Jahre, die in der Volkszählung 2011 in Nordirland angaben, Ulster-Scots zu sprechen.

Ulster Scots wird in Nordirland im Osten in der Grafschaft Antrim, im Norden in Down, im Nordosten in der Grafschaft Londonderry und in den Fischerdörfern der Mourne Coast gesprochen. Es wird ebenfalls im Laggan Distrikt und Teilen des Finn Valleys benutzt. Im Norden der Republik Irland gibt es Sprechergruppen in Donegal, besonders im Süden von Inishowen im nördlichen Donegal.[5] In der Volkszählung des Vereinigten Königreichs und Nordirland von 2011[6] gaben 16 373 Personen an (0,9 % der Bevölkerung), dass sie die Sprache sprechen, schreiben und verstehen können. 140 204 Personen (8,1 % der Bevölkerung) gaben an, unterschiedliche Kenntnisse in Ulster Scots zu besitzen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Ulster-Scots Agency". Ulster-Scots Agency. Abgerufen am 17. April 2015 (engl.)
  2. C. Macafee: Lowland Sources of Ulster Scots. In: J. M. Kirk, D. P. Ó Baoill: Languages Links: the Languages of Scotland and Ireland. Cló Ollscoil na Banríona, Belfast 2001, S. 121.
  3. Harris: English in the north of Ireland. In: P. Trudgill: Language in the British Isles. Cambridge 1984, S. 119.
  4. J. Harris: Phonological Variation and Change: Studies in Hiberno English. Cambridge 1985, S. 14.
  5. Caroline I. Macafee (Hrsg.): A Concise Ulster Dictionary. Oxford University Press, Oxford 1996, S. xi–xii.
  6. ons.gov.uk@1@2Vorlage:Toter Link/www.ons.gov.uk (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. NINIS Home Page. Ninis2.nisra.gov.uk, 26. März 2015, abgerufen am 17. April 2015.

Externe Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]