Ureilit

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NWA 2625, Fotobreite 43 mm.

Ureilite sind eine seltene Art von Steinmeteoriten, einer Untergruppe der Achondrite, die eine einzigartige mineralogische Zusammensetzung haben.

Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein technischer Name für den Ureilit würde Olivin-Pigeonit-Achondrit sein. Im Vergleich zu den meisten anderen Meteoriten neigen Ureilite dazu, einen hohen Anteil an Kohlenstoff zu haben (durchschnittlich 3 % nach Gewicht) in Form von Graphit und Nano-Diamanten. Die Diamanten, die selten mehr als ein paar Mikrometer im Durchmesser sind, sind wahrscheinlich aufgrund der hohen Druckschockwellen durch Kollisionen des Ureilit-Grundkörpers mit anderen Asteroiden erzeugt worden. Es werden monomikte (unbrekziierte) und polymikte Ureilite unterschieden. Monomikte Ureilite sind magmatische Gesteine, die aus grobkörnigem Olivin (Forsterit) und Clinopyroxen (Pigeonit) sowie Akzessorien wie Graphit, Diamant, Lonsdaleit, Nickel-Eisen oder Troilit bestehen. Polymikte Ureilite weisen verschiedene Klasten aus monomiktem Ureilit, Chondriten und anderen auf. Die Entstehung der Ureilite ist noch nicht genau bekannt. Nach einer Theorie wurden Ureilite im Inneren eines Grundkörpers mit angehäuften Kristallen gebildet.

Bekannte Ureilite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer dieser Ureilite ist der 2008 TC3 (wurde als F-Typ-Asteroid identifiziert)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie, 8. Auflage, Springer 2010, S. 514, Google Books

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]