aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Odin, Vili und Vé heben das Land aus dem Ginnungagap, Illustration von Lorenz Frølich

, auch We[1] (altnordisch „Heiligtum“[2]), ist in der nordischen Mythologie der Bruder von Odin, des obersten Gotts, und von Vili, mit dem er stets zusammen genannt wird. Er ist einer der Mitschöpfer der Welt und übernimmt zusammen mit Vili Herrschaft und Frau Odins, als dieser längere Zeit abwesend ist und nicht mehr zurückerwartet wird.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vili, mit näheren Ausführungen, die für Vili und Vé gemeinsam gelten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. 3., völlig überarbeitete Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-520-36803-4.
  • Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte. 2 Bände (1956–57). 2., völlig neu bearbeitete Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. So zum Beispiel noch Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Älteren Edda. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-15-050047-7 und René L. M. Derolez: Götter und Mythen der Germanen. Verlag Suchier & Englisch, Wiesbaden 1974 (Originaltitel De Godsdienst der Germanen. Erscheinungsjahr 1959, übersetzt von Julie von Wattenwyl), S. 72, 110, 284
  2. Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte. 2. Auflage, 1957, § 517; siehe auch Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. 3. Auflage. 2006, S. 461; Golther übersetzt Vé hingegen mit ‚der Heilige‘ (Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Neudruck der Auflage Leipzig 1895, Marix Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-937715-38-4, S. 248)