Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure

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Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure
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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 10. Dezember 1949
Ort Frankfurt am Main
Vorstand Präsident: Thomas Mainka
Vizepräsident: Joachim Warlitz
Vizepräsident: Manfred Kehr
Bundesschriftführer: Martin Schönbeck
Bundesschatzmeister: Tobias Barthel
Sprecher der Fachbereiche:

Reiner Altmann
Andreas Henschel
Waldemar Henschel
Joachim Jacobs

Mitglieder ca. 4.500[1]
Website www.vdei.de[2]

Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) ist der Berufsverband der Eisenbahningenieure im System „spurgeführter Verkehr“. Sein Ziel ist es, die technische und wissenschaftliche Entwicklung des Systems spurgeführter Verkehr zu fördern und für dessen verkehrspolitische Stärkung einzutreten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure[3] wurde am 10. Dezember 1949 in den Bahnhofsstuben des Bahnhofs Hamm (Westfalen) neu gegründet.[4] Vorgängerorganisationen waren die bis 1933 bestehenden Vereinigungen der Bahnmeister und Eisenbahningenieure.[5]

Ab Mai 1950 erschien die Vereinszeitschrift Zeitschrift des Vereins Deutscher Eisenbahn-Ingenieure, die seit Juni 1951 unter dem bis heute gültigen Titel Der Eisenbahningenieur ausgegeben wird.[4]

Der Verein wurde später in Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e. V. (VDEI) umbenannt.

Berufsverband und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDEI ist der Interessensvertreter der in den Systemen des spurgeführten Verkehrs tätigen Ingenieurinnen und Ingenieure. Er vertritt seine Mitglieder in berufspolitischen Belangen und setzt sich für die fachliche Weiterbildung ein. Zu diesem Zweck veranstaltet der VDEI unter dem Dach seiner VDEI- Akademie für Bahnsysteme Fachtagungen, Seminare und fachtechnische Exkursionen. Der VDEI ist nationales Zertifizierungsbüro zum Europäischen Eisenbahningenieur (EURAIL-ING) sowie Veranstalter der „iaf Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik“ und des „iaf Kongresses BahnBau“. Neben der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift „Der Eisenbahningenieur“ und dem jährlich erscheinenden „Eisenbahningenieurkalender“ gibt der VDEI weitere Fachpublikationen heraus. Der VDEI ist Mitglied im Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. (ZBI), der als Dachverband mit über 50.000 Mitgliedern zu den größten Ingenieurverbänden Deutschlands zählt. Der VDEI ist durch Manfred Kehr im Präsidium des ZBI vertreten und arbeitet aktiv in den Gremien des ZBI mit.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder sind Ingenieurbüros, bei Eisenbahnverkehrs- und Eisenbahninfrastrukturunternehmen, bei den Behörden des Bundes sowie Personen der Lehre und Forschung. Seine Mitglieder sind überwiegend in den Bereichen Architektur/Hochbau, Elektrotechnik, Leit- und Sicherungstechnik, Telekommunikation, Vermessungstechnik, Verkehrsplanung, Fahrzeugtechnik und Instandhaltung tätig.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsstelle befindet sich in Frankfurt am Main. Die Betreuung der Mitglieder in den Regionen übernehmen die Bezirke. Die fachliche Arbeit findet in den Fachbereichen mit ihren Fachausschüssen statt. Der Bundeskongress ist das oberste Organ des VDEI. Der Bundesvorstand ist die höchste Verbandsführung zwischen den Bundeskongressen. Er besteht aus dem Mitgliedern der Präsidiums und den Bezirksvorsitzenden. Wichtige Entscheidungen, die nicht dem Bundeskongress vorbehalten sind, werden durch den Bundesvorstand getroffen. Das Präsidium repräsentiert den Verband nach innen und vor allem nach außen und ist das ständige Arbeitsorgan des Verbands. Der Beirat begleitet den VDEI konstruktiv kritisch. Er setzt sich zusammen aus Führungskräften aus dem Spektrum Bahnaufsichtsbehörde, führenden Firmen der Bahnbranche, Universitäten und den Bahnen.

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDEI ist in die Fachbereiche Infrastruktur, Verkehrs- und Betriebssteuerung, Technische Ausrüstung und Fahrzeuge aufgegliedert.

Bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin/Brandenburg
  • Essen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Hessen/Rheinland-Pfalz
  • Karlsruhe
  • Köln
  • Mecklenburg-Vorpommern/Nordbrandenburg
  • Nordbayern
  • Saarbrücken
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Stuttgart
  • Südbayern
  • Thüringen

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDEI ist Partner der Eisenbahnunternehmen und der politischen Mandatsträger. Er ist Veranstalter nationaler und internationaler Fachtagungen für Eisenbahntechnik. Der VDEI gibt monatlich die Publikationen Der Eisenbahningenieur, die im deutschsprachigen Raum auflagenstärkste Fachzeitschrift für Schienenverkehr und Technik, sowie jährlich den »Eisenbahn Ingenieur Kalender« (EIK) heraus.

VDEI-Akademie für Bahnsysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. September 2010 wurde die VDEI-Akademie für Bahnsysteme gegründet, die mit Fachtagungen, Seminaren und Vorträgen zu aktuellen Themen Wissensplattform und Weiterbildungseinrichtung des Verbandes ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wir über uns. Abgerufen am 11. Juni 2013.
  2. Verband Nr. 1854 der Bekanntmachung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern des deutschen Bundestags vom 3. Mai 2010 (Memento vom 29. Dezember 2009 im Internet Archive) veröffentlicht 26. Mai 2010 (PDF; 4,6 MB)
  3. Auszug aus dem Bericht über die 1. Haupttagung des Vereins Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) am 25. und 26. März 1950 im ehem. Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs Hannover. In: Zeitschrift des Vereins Deutscher Eisenbahn-Ingenieure. Band 1, Nr. 1, 1950, ISSN 0174-7649, S. 3–9.
  4. a b Wolfgang Seehafer: 125 Jahre EI – Der Eisenbahningenieur. In: Der Eisenbahningenieur. Dezember 2009, ISSN 0013-2810, S. 8–11.
  5. 60 Jahre Verband Deutsche Eisenbahningenieure in der Zeitschrift Bahn aktuell.