viennacontemporary

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viennacontemporary[1] ist eine internationale Messe für zeitgenössische Kunst in Wien. Sie findet seit 2015 jährlich in der vierten Septemberwoche in der Wiener Marx Halle in St. Marx, einem Teil des 3. Wiener Gemeindebezirkes, statt. Neben ihrem Fokus auf Zentral- und Osteuropa[2][3] präsentiert viennacontemporary sowohl internationale als auch österreichische Galerien, die sich auf junge sowie etablierte Positionen der zeitgenössischen Kunst konzentrieren[4][5].

Das Rahmenprogramm findet in Zusammenarbeit mit Museen und Kunstinstitutionen aus Österreich statt und soll Wiens Bedeutung als Standort für zeitgenössische Kunst und Kultur fördern.[6][7][8]

An viennacontemporary nehmen ca. 110 Galerien teil, ca. 30.000 Gäste[9] besuchen die Messe jährlich.

viennacontemporary 2017

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renger van den Heuvel, Geschäftsführer, und Christina Steinbrecher-Pfandt, künstlerische Leitung

Ab 2012 veranstaltete das Team unter der Geschäftsführung von Renger van den Heuvel mit den künstlerischen Leiterinnen Christina Steinbrecher-Pfandt und Vita Zaman als VF Betriebsgesellschaft mbH die Viennafair, eine Messe für Gegenwartskunst in der Messe Wien[10]. 2014 verließ Vita Zaman das Team. viennacontemporary, eine neue Messe für zeitgenössische Kunst, wurde 2015 von Renger van den Heuvel und Vorstandsvorsitzendem Dmitry Yu. Aksenov[11] mit dem Firmennamen VC Artevents GmbH gegründet[12][13]. Künstlerische Leiterin von viennacontemporary ist seit der Gründung Christina Steinbrecher-Pfandt[14][15][16].

Marx Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marx Halle Wien, Österreich

Die Marx Halle ist ein ehemaliges Industriegebäude, das für Veranstaltungen und Messen genutzt wird. Sie liegt im Zentrum des Kreativquartiers Neu Marx[17] im 3. Wiener Gemeindebezirk, in dem ca. einhundert Unternehmen[18] aus dem Medien-, Kreativ- und Forschungsbereich angesiedelt sind. Die Halle wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Architekt Rudolf Frey entworfen und ist die erste Schmiedeeisenkonstruktion Wiens. Das Gebäude ist 175 m lang und 20.000 m² groß[19] und diente als Rinderhalle des Wiener Zentralviehmarktes als Hauptumschlagplatz des Wiener Rinderhandels. Sie steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Auswahlprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auswahl der Galerien für jede Ausgabe der viennacontemporary erfolgt durch eine internationale Jury – dem Zulassungskommittee – bestehend aus internationalen Galeristen. Der Bewerbungsprozess beginnt im Dezember des Vorjahres einer Messeausgabe und endet im Frühjahr des Jahres der Messe, für die die Bewerbung eingereicht wurde.

Sonderpräsentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich zu den Ausstellungen der Galerien auf der Messe bietet viennacontemporary in einem Rahmenveranstaltungsprogramm Einblicke in die Entwicklungen der aktuellen Kunstszene und spricht damit sowohl Professionisten als auch ein breiteres Publikum an[20].

  • Um Galerien, Künstler, Kuratoren und Institutionen aus der CEE Region kontinuierlich zu fördern, wird seit 2015 der Fokus der Messe jährlich auf ein zentral- oder osteuropäisches Land gelegt. 2015 lag der Fokus auf Bulgarien, 2016 auf Ex-Jugoslawien und Albanien[21][22] und 2017 auf Ungarn[23].
  • Das vom Bundeskanzleramt Österreich[24] subventionierte Format ZONE1 zeigt seit 2015 Einzelpräsentationen junger österreichischer Künstler mit dem Ziel, deren Karriere zu fördern. 2016 erfolgte die Auswahl der gezeigten Positionen durch Severin Dünser[25], Kurator für zeitgenössische Kunst, Belvedere 21, Wien[26], 2017 durch Marlies Wirth[27][28], Kuratorin am MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien.
  • Mit der Sonderschau Nordic Highlights erweiterte viennacontemporary 2016 und 2017 ihre internationale Ausrichtung und präsentierte zeitgenössische Galerien aus Finnland, Dänemark und Schweden.
  • Solo zeigte 2016 und 2017 ausgewählte Einzelpräsentationen. 2016 kuratierte Abaseh Mirvali[29] den Bereich unter dem Titel Solo Expanded, 2017 setzte sich Miguel Wandschneider[30] mit dem Thema Solo & Sculpture auseinander.
  • Das von 2015 bis 2017 von Olaf Stüber entwickelte und kuratierte Format Cinema präsentierte zu wechselnden Themen Videos von österreichischen und internationalen Künstlern, die von den an viennacontemporary teilnehmenden Galerien eingereicht werden.
  • Die viennacontemporary Talks widmen sich den aktuellen Entwicklungen der zeitgenössischen Kunstszene. In den Talks diskutieren Experten und Vertreter namhafter Institutionen die Entwicklungen und Herausforderungen einer sich ständig in Veränderung befindenden globalen Kunstszene. Kuratiert werden die Talks von Kate Sutton[31][32].
  • Partnerschaften mit Events wie dem jährlich zeitgleich zur Messe stattfindenden curated by_vienna[33], der zeitgleichen Satellitenmesse Parallel Vienna[34] und der Vienna Design Week[35] stärken Wien als international wichtigen Ort für Kunst und Kultur.

VIP-Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerinstitutionen von viennacontemporary organisieren für das VIP-Programm spezielle Previews und Touren durch aktuelle Ausstellungen und hauseigene Sammlungen und veranstalten Events für Sammler. Auch Privatsammlungen laden zur Besichtigung ein. Partner des VIP-Programms 2017: Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst, Albertina, departure – Das Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien, Jüdisches Museum Wien, Kunsthalle Wien, Leopold Museum, Museum für angewandte Kunst (MAK), mumok, Neuer Kunstverein Wien, frei_raum Q21, Secession, TBA21–Augarten und Parallel Vienna.[36]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viennacontemporary – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. viennacontemporary. In: www.viennacontemporary.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  2. Da schau her! (tagesspiegel.de [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  3. Forbes Welcome. In: www.forbes.com. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  4. Review: viennacontemporary 2016 Populated by Pop Art and Politics | Artinfo. In: Artinfo. (blouinartinfo.com [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  5. Nicole Scheyerer/Wien: Viennacontemporary : Brennen für die Kunst. In: FAZ.NET. 23. September 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  6. Wien wird international. In: DiePresse.com. (diepresse.com [abgerufen am 1. Dezember 2016]).
  7. Anna Kats: Viennacontemporary’s Latest Edition Finds the City Attracting a New Creative Class. In: Artsy. 22. September 2016 (artsy.net [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  8. Wien ist Contemporary. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  9. viennacontemporary: Presseinformation viennacontemporary, Wien, 25. September 2017. In: Presseinformation viennacontemporary. 25. September 2017, abgerufen im 5. Januar 2018.
  10. Reed Exhibitions Messe Österreich: Messe Österreich - Reed Exhibitions-Publikumsmessen und Fachmessen in Wien, Salzburg, Linz und Graz. In: www.messe.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  11. Dmitry Aksenov on Collecting on Sotheby's Blog. In: www.sothebys.com. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  12. Stefan Kobel: Viennacontemporary: Gelungener Befreiungsschlag. Handelsblatt, 23. September 2016, abgerufen im 15. Dezember 2016.
  13. Nicole Scheyerer/Wien: viennacontemporary: Dort, wo früher die Rinder verkauft wurden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 24. September 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  14. Christina Steinbrecher-Pfandt on viennacontemporary. In: Flash Art. 13. September 2016 (flashartonline.com [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  15. Eviana Hartman: Why Vienna Is Cooler Than You Think: A Contemporary Art Guru’s Guide to the City. In: Vogue. (vogue.com [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  16. Contemporary Vienna | Christina Steinbrecher-Pfandt. In: #viennacontemporary Magazine. 18. Dezember 2016 (viennacontemporarymag.com [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  17. Hier passiert Zukunft - neu marx. In: www.neumarx.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  18. Firmen & Institutionen - neu marx. In: www.neumarx.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  19. Marx Halle Eventlocation. In: www.marxhalle.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  20. Salzburger Nachrichten: Viennacontemporary lädt zum Kunstkauf. (salzburg.com [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  21. http://www.pion.at/: viennacontemporary – Zeitgenössische Kunst aus Ex-Jugoslawien und Albanien im Fokus | PARNASS Kunstmagazin. In: www.parnass.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  22. Adela Demetja: Aufbruch und Aufbauarbeit. In: DiePresse.com. (diepresse.com [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  23. Art in Hungary Goes Back to the Future. In: Garage. 6. November 2017 (vice.com [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  24. Kunst- und Kultur-Agenden - Bundeskanzleramt Österreich. In: www.bka.gv.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  25. Ausstellungen. (severinduenser.info [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  26. Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.: Viennacontemporary: Drahtwesen und kippende Landschaften. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  27. http://www.pion.at/: viennacontemporary Zone1 | PARNASS Kunstmagazin. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  28. Ann Binlot: Viennacontemporary Showcases Austria's New Generation Of Rising Artists. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  29. Abaseh Mirvali. In: Abaseh Mirvali. Abgerufen am 15. Dezember 2016 (amerikanisches Englisch).
  30. MIGUEL WANDSCHNEIDER - Entrevista | ARTECAPITAL.NET. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  31. artforum.com / contributors. Abgerufen am 5. Januar 2018 (deutsch).
  32. Viennacontemporary. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  33. curated by_vienna 2017. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  34. Home. In: Parallel. (parallelvienna.com [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  35. nextroom - architektur im netz: Vienna Design Week. Abgerufen am 26. Januar 2017.
  36. Partner | viennacontemporary. Abgerufen am 5. Januar 2018 (deutsch).