viennacontemporary

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

viennacontemporary[1] ist eine internationale Messe für zeitgenössische Kunst in Wien. Sie findet seit 2015 jährlich in der vierten Septemberwoche in der Wiener Marx Halle in St. Marx, einem Teil des 3. Wiener Gemeindebezirkes, statt. Neben ihrem Fokus auf Zentral- und Osteuropa[2] präsentiert viennacontemporary sowohl internationale als auch österreichische Galerien, die sich auf junge sowie etablierte Positionen der zeitgenössischen Kunst konzentrieren[3][4].

In Zusammenarbeit mit Museen und Kunstinstitutionen aus Österreich findet ein umfassendes Rahmenprogramm statt, das Wiens Bedeutung als Standort für zeitgenössische Kunst und Kultur fördern soll[5][6].

An viennacontemporary nehmen jährlich ungefähr 100 Galerien teil, ca. 30.000 Gäste besuchen die Messe[7].

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 organisierten der Vorstandsvorsitzende Dmitry Yu. Aksenov[8], Geschäftsführer Renger van den Heuvel, die zwei künstlerischen Leiterinnen Christina Steinbrecher-Pfandt und Vita Zaman gemeinsam mit ihrem Team Viennafair, eine Messe für zeitgenössische Kunst in Wien. 2014 verließ Vita Zaman das Team. 2015 wurde die Messe in viennacontemporary umbenannt und wählte die Marx Halle als neuen Veranstaltungsort[9][10][11]. Christina Steinbrecher-Pfandt hatte von 2015 bis 2018 die Position als künstlerische Leiterin[12][13]. Im Jänner 2019 wurde Johanna Chromik als neue künstlerische Leiterin bestellt[14].

Im September 2020 wurde die Plattform vc_on, viennacontemporary online, gestartet. Sie beinhaltet digitale Ansichtsräume sowie ein neues Online-Magazin. Die Ansichtsräume ermöglichen es Galerien und Kunstsammlern, die aufgrund der Covid19-Beschränkungen die Messe nicht physisch besuchen konnten, Kunst online zu durchstöbern und zu erwerben. Das Magazin, on central east, bietet Neuigkeiten und Beiträge zu den Themen Kunst, Kultur und Lifestyle-Szenen aus Wien und aufstrebenden Zentren in Zentral-, Südost- und Osteuropa.

Marx Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marx Halle ist ein ehemaliges Industriegebäude, das für Veranstaltungen und Messen genutzt wird. Sie liegt im Zentrum des Kreativquartiers Neu Marx im 3. Wiener Gemeindebezirk, in dem ca. einhundert Unternehmen[15] aus dem Medien-, Kreativ- und Forschungsbereich angesiedelt sind. Die Halle wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Architekt Rudolf Frey entworfen und ist die erste Schmiedeeisenkonstruktion Wiens. Das Gebäude ist 175 m lang und 20.000 m² groß[16] und diente als Rinderhalle des Wiener Zentralviehmarktes als Hauptumschlagplatz des Wiener Rinderhandels. Sie steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

viennacontemporary 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 24.–27. September 2015
  • 99 Galerien aus 25 Ländern
  • Fokus: Bulgarien

viennacontemporary 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 22.–25. September 2016
  • 112 Galerien aus 28 Ländern
  • Fokus: Ex-Jugoslavien & Albanien

viennacontemporary 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 21.–24. September 2017
  • 110 Galerien und Institutionen aus 27 Ländern
  • Fokus: Ungarn

viennacontemporary 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 27.–30. September 2018
  • 118 Galerien und Institutionen aus 27 Ländern
  • Fokus: Armenien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Viennacontemporary – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage. In: viennacontemporary. VC Artevents GmbH, abgerufen am 15. Dezember 2016.
  2. Da schau her! (Online [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  3. Nicole Scheyerer/Wien: Viennacontemporary : Brennen für die Kunst. In: FAZ.NET. 23. September 2017, ISSN 0174-4909 (Online [abgerufen am 5. Januar 2018]).
  4. Wien ist Contemporary. 23. September 2017, abgerufen am 30. Januar 2019.
  5. Wien wird international. In: DiePresse.com. (diepresse.com [abgerufen am 1. Dezember 2016]).
  6. Anna Kats: Viennacontemporary’s Latest Edition Finds the City Attracting a New Creative Class. In: Artsy. 22. September 2016 (Online [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  7. Presseinformation viennacontemporary. 1. Oktober 2018, abgerufen am 1. Oktober 2018.
  8. Russian investor: „The Most Challenging Thing That Will Affect the Arts Industry is the Blockchain“. In: TrendingTopics.at Bulgaria. 1. Oktober 2018, abgerufen am 30. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  9. Stefan Kobel: Viennacontemporary: Gelungener Befreiungsschlag. Handelsblatt, 23. September 2016, abgerufen am 15. Dezember 2016.
  10. Nicole Scheyerer/Wien: viennacontemporary: Dort, wo früher die Rinder verkauft wurden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 24. September 2016, ISSN 0174-4909 (Online [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  11. Neuauflage einer Kunstmesse in Sankt Marx - Forbes. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  12. Christina Steinbrecher-Pfandt im Talk zur viennacontemporary. 20. September 2016, abgerufen am 30. Januar 2019.
  13. Messe-Chefin zieht es nach San Francisco. 11. September 2018, abgerufen am 30. Januar 2019.
  14. Wiener Kunstmesse: Johanna Chromik wird künstlerische Leiterin der Vienna Contemporary. 15. Januar 2019, abgerufen am 30. Januar 2019.
  15. Firmen & Institutionen - neu marx. In: www.neumarx.at. Abgerufen am 15. Dezember 2016.
  16. Homepage. In: Marx Halle. Hey Communications & Production GmbH, abgerufen am 15. Dezember 2016.