Villa Bosch (Heidelberg)

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Villa Bosch in Heidelberg

Die Villa Bosch ist ein historisches Gebäude in Heidelberg. Das Anwesen liegt am Schloss-Wolfsbrunnenweg, der am Hang des Kleinen Odenwaldes über dem südlichen Neckarufer vom Heidelberger Schloss zum Wolfsbrunnen führt. Seit langem steht die Villa unter Denkmalschutz; 1997 wurde sie darüber hinaus in die Liste der besonders schutzwürdigen Denkmale eingetragen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um den ehemaligen Wohnsitz des Nobelpreisträgers Carl Bosch. Dieses repräsentative Landhaus samt Nebengebäuden ließ die BASF ab dem Jahr 1921 für Carl Bosch, ihren Vorstandsvorsitzenden, errichten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Villa Bosch zunächst den amerikanischen Streitkräften als Unterkunft für hochrangige Militärs. Für eine kurze Zeit residierte hier auch General Eisenhower als Militärgouverneur der ABZ. Später diente sie einige Jahre einem Heidelberger Unternehmen als Firmensitz.

1967 übernahm der Süddeutsche Rundfunk (SDR) die Villa, um hier sein Studio Heidelberg-Mannheim einzurichten. 1994 entschied sich der SDR zum Verkauf der Villa. Neuer Besitzer wurde Klaus Tschira, der das Gebäude als Sitz für seine geplante Stiftung nutzen wollte und dafür zahlreiche Restaurierungs-, Renovierungs- und Modernisierungs-Arbeiten vornehmen ließ. Letztendlich erstand die Villa Bosch zur Jahresmitte 1997 im alten historischen Ambiente wieder, gleichzeitig mit hoch moderner Infrastruktur. Seither ist sie Sitz der Klaus Tschira Stiftung gGmbH (KTS).

Zu dem Gesamtkomplex gehören auch umfangreiche Gartenanlagen und das einige Grundstücke entfernt liegende Garagenhaus, in dem sich heute das Carl Bosch Museum Heidelberg befindet. Das ehemalige Studiogebäude des Süddeutschen Rundfunks im Garten der Villa Bosch wurde in ein modernes, barrierefreies Tagungszentrum umgebaut. Im Studio der Villa Bosch finden heute Veranstaltungen von KTS, European Media Laboratory, dem Heidelberger Institut für Theoretische Studien und von externen Institutionen statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 24′ 57″ N, 8° 44′ 4″ O