Vincaalkaloide

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Vincaalkaloide sind Pflanzeninhaltsstoffe aus der Gruppe der Alkaloide, die im Wesentlichen in zwei eng verwandten Gattungen der Hundsgiftgewächse vorkommen:

Rosafarbene Catharanthe (Catharanthus roseus)
Kleines Immergrün (Vinca minor)
  • Die Gattung Vinca umfasst verschiedene Immergrün-Arten, die als Alkaloid hauptsächlich das Vincamin liefern. Die pharmazeutische Stammpflanze ist das Kleine Immergrün (Vinca minor), das als Droge nicht mehr arzneilich verwendet wird. Zusätzlich existieren aus Vincamin teilsynthetisch hergestellte Derivate wie Vinpocetin, Brovincamin, Vinconat, Vinburnin und Vindeburnol. Vincamin und seine Derivate fördern die periphere Durchblutung, z. B. im Gehirn sowie am Auge und Innenohr. Vinpocetin soll den Hirnstoffwechsel verbessern.

Bei den genannten genuinen Substanzen handelt es sich chemisch um Monoterpen-Indolalkaloide,[1] allen gemeinsam ist im Monoterpenteil eine Verzweigung vom Aspidosperma-Typ. Als heteromere Bisindolalkaloide enthalten Vinblastin und Vincristin zusätzlich eine Monoterpenstruktur vom Iboga-Typ.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Catharanthus-Alkaloide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 14. Juni 2014.