Virago

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Virago (Begriffsklärung) aufgeführt.

Virago (lat. virago = eine männlich wirkende Jungfrau, auch eine Heldenjungfrau, Heldin; plur. Viragines) bezeichnet im Deutschen (in der gehobenen Umgangssprache) und Englischen – meist abwertend – ein junges „Mannweib“.

Die „Heldenjungfrau“ war im Lateinischen ein positiv besetztes Wort. Verwandte Worte sind vir für Mann, daraus abgeleitet virtus für Tugend oder Mannhaftigkeit, und virgo für Jungfrau. Als belli virago (d. h. Kriegsgöttin) wurde Minerva bezeichnet. Virago allein stand auch für den Begriff „Göttin“.

In der Anthropologie wird der Begriff teilweise für Frauen mit „vermännlichtem“ Verhalten oder Aussehen verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Breisach: Caterina Sforza. A Renaissance virago. University Press, Chicago [u. a.] 1967.
  • Elizabeth Donnelly Carney: Olympias and the Image of the Virago. In: Phoenix. The journal of the Classical Association of Canada, Bd. 47 (1993), Heft 1 (Frühling), S. 29–55, ISSN 0031-8299
  • Yenna Wu: The Chinese virago. A literary theme (Harvard Yenching institute monograph series; Bd. 40). Harvard University Press, Cambridge, Mass. [u. a.] 1995, ISBN 0-674-12572-X.