Virtuelles Leck

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Virtuelle Lecks sind scheinbare Lecks in Vakuumsystemen.

Sie verhalten sich ähnlich wie reale Lecks, sind aber mit den Methoden der Lecksuche und Dichtigkeitsprüfung nicht zu orten. Deshalb ist die Suche nach virtuellen Lecks sehr aufwendig.

Virtuelle Lecks entstehen durch Ausgasung (z. B. Gasabgabe von den Innenwänden eines Rezipienten), Desorption, eingeschlossene Hohlräume (z. B. in einem Gussteil) und unerwünschte Rückstände von der Fertigung oder Reinigung.

Da scheinbare Lecks von außen nicht detektierbar sind, muss schon bei der Konstruktion, Planung, Fertigung und Montage alles getan werden, um sie zu verhindern. Dazu gehören beispielsweise die Verwendung geeigneter Werkstoffe und ihre Entgasung vor der Montage, besondere Reinheitsbedingungen bei der Produktion und bei der Montage sowie konstruktive Vorkehrungen (z. B. Prüfbarkeit).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DGZfP Jahrestagung Innsbruck, Mai 29–31, 2000

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chr. Edelmann: Gasabgabe. In: Manfred von Ardenne u. a. (Hrsg.): Effekte der Physik und ihre Anwendungen. 3., überarbeitete, neu strukturierte und wesentlich erweiterte Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-8171-1682-9, S. 320 f. (Vollansicht in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]